Bassano April 2026

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Bassano April 2026

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30. März 2026 · MFC Team

von Cheffbloggerin Pia

Anreise – Bassano

Wie war das? „Denkt bitte alle an die Zeitumstellung“ hieß es im Vorfeld. Und?! Wer kam zu spät? Naja – starten wir halt ein paar Minuten später die 947 Kilometer nach Bassano. Es regnet in NRW – iiihhhgitt. Hoffentlich ist das in Italien deutlich besser, wir möchten schließlich Dolce Vita erleben.

Die ersten wollen nach 20km doch lieber wieder aussteigen – der Cheffe erzählt einfach zu viel. Ob das alles nur gute Dinge sind, bleibt unser Geheimnis. Aber hey, bleibt entspannt! Für Aperol machen wir fast alles.

Gleich hinter Fulda lacht uns aber die Sonne an. Tolles Gefühl, wenn sie einen wärmt, kann man genießen und erst recht im Urlaub. Immer mehr Wolkenlücken tun sich auf, es lohnt sich die Sonnenbrille rauszuholen.

Eigentlich kommen wir ganz gut durch. Zwar Verkehr, aber es rollt stetig und gut. Kurze Pause auf dem mittlerweile bekannten Rasthof. Aber nicht zu lange, wir habe noch etwas Weg vor uns, die Hälfte ist erst geschafft. Dort treffen wir dann auch die Chefin und es geht gemeinsam weiter.

Vor München regnet es dann auch wieder. Das RegenRadar sagt sogar Schnee voraus. Oh nein – wer will denn das jetzt noch. Sonne heißt doch das Zauberwort dieser Tage! Urlaub + Sonne das gehören unzertrennlich zusammen.

Tatsächlich kurz vor Rosenheim kommen viele dicke, weiße Flocken vom Himmel – Nordstaulage an den Alpen.

Der angekündigte Stau, wegen Bergung eines LKW war gerade Geschichte, als wir dort ankamen. Vollsperrung der Abfahrt ausgehoben – so kann das weiter gehen.

Nun sind wir aber doch sehr gespannt, was uns am Brenner erwartet, die letzten Tage hat es doch wohl ordentlich geschneit in den Alpen.

Noch mal ein kurzer Tankstellenstop in Österreich. Auch hier ist der Sprit nicht günstiger. Danach heißt es – Achtung uffpasse!! Bitte nehme sie an der Luegbrücke die LINKE Spur. Die rechte kostet garantiert wieder extra – und das Geld können wir uns dieses Mal sparen – das haben wir / der Cheffe schon beim letzten Mal getestet.

Gute 200 Kilometer liegen nun noch vor uns. Aber gerade das letzte Stück kann sich ziehen.

Und dann: Mittig der Alpen ist sie wieder da! Die SONNE – einfach unbezahlbar, wenn die dir ins Gesicht scheint. So muss sich Urlaub anfühlen. Genau das Gefühl von warmen Strahlen macht den Kopf total frei. Plötzlich sind die Berge wieder deine Freunde, wenn sie so hell und kraftvoll angeschienen werden. Nicht so grau trist und trübe. Das Lebensgefühl ist von jetzt auf gleich – Zack – ein total anderes. So will ich es haben, so soll es bleiben. So hab ich es gebucht.

Von unterwegs wird schon die Bestellung für die Ankunftsgetränke bei denen, die selbst gefahren sind, aufgegeben. Man kennt sich halt! Und den „Neuen“ wird gleich richtig vorgelebt, wie es geht. So macht Reisen Spaß. Freunde treffen und zu Freunden werden.

In München hatte es vorhin 2,5 Grad. Bozen habt nur minimal mehr – es sind 16 Grad. So stelle ich mir Frühling vor.

Irgendwann werden dann nur noch die wenigen verbleiben Kilometer runtergezählt, bis, ja bis schließlich endlich im Endanflug das Paradies (zumindest meines) vor uns auftaucht

Herzlich willkommen … Bassano!

Gedanken des Tages

  • und wenn Männer nicht auf Frauen hören, dann müssen sie halt Umwege fahren – und sich ärgern (Fahrer hat nicht zugehört)

  • mit Thermik- und Unfallgarantie inbegriffen (es geht um einen neu erworbenen Schirm)

  • Siehst du die Sonne da hinten, hinter den Alpen? Und was ist das weiße Zeigdort am Hang? Das sind Wolken!

Einflugtag

Montag

Schon recht voll heute Morgen beim Frühstücken. Überall sind sie am erzählen, quatschen, quasseln oder lachen. Wer es mag. Ich bevorzuge dann doch eher den stillen Kaffee am Landeplatz. Einfach den Blick in die Ferne schweifen lassen, den Hang hinauf, bis meine Augen den Startplatz entdecken – dafür bin ich hier! Diese Landschaft kann man nicht erklären, das muss man gesehen haben. Für mic ein Gänsehaut Moment.

Bei der Landeplatzbesprechung und intensiven Einweisung sind schon einige Leute draußen. Die ersten fliegen auch schon.

Der Paradiso Landeplatz wird auch im Anschluss ausführlich besprochen.

Der Blick geht hoch zum Oststartplatz. Oh schau mal, da liegt schon ein roter Schirm – warten wir doch mal, bis der startet. Äh – das ist aber ein rotes Auto! Ok – wenn das startet, dann gehen wir lieber die Grappafabrik besuchen.

Am Beppi starten die Schirme aber auch. Dann nehmen wir doch den Startplatz. Los geht die Fahrt hoch auf den Berg – endlich wieder.

Sieht ganz gut aus hier oben – zumindest für den Moment. Die ersten machen sich nach Einweisung gleich fertig. Drei kommen raus – dann wird es hackig! Wir beobachten das eine ganze Weile. Oh oh oh – was einem dann geboten wird, ist schon eine ganze Menge. Eigentlich will man das nicht wirklich sehen. Von Startabbrüchen über Frontklapper, Verhänger, Eingetwistet, fast Baumlandungen war so einiges dabei! Hilfe. Wie gut, das der Chef vorher für uns entschieden hat, das keiner mehr rausgeht.

Gegen Mittag drückt der Ostwind rein und wir wechseln den Startplatz.

Hier sind die Bedingungen traumhaft und auch das hackige draußen in der Luft haben durch die Abschattungen deutlich nachgelassen. Es fliegt wunderbar. Man merkt aber schon deutlich, das die Anspannung bei Piloten steigt, die zum ersten Mal am Hang stehen. Hey – ihr könnt das, glaubt an euch. Und der Papa ist doch dabei und gibt die nötige Ruhe. Wirklich? Alle kommen gut raus und Genießen ihre Flüge.

Am Nachmittag geht es dann noch einmal nach oben.

Oh oh – oben angekommen sehen wir aber ganz schnell, das so eine ganz dunkle Wolke von hinten kommt. Also erst nochmal kurz warten. Und dann passiert es ganz schnell – es fängt tatsächlich an zu schneien. Schnell einpacken, wir fahren besser mit dem Auto nach unten – nix mehr fliegen.

Sollte es später wieder besser werden, können wir immer nochmal hochfahren – erstmal abwarten. Und wenn nicht, gibt es halt Landebier am Nachmittag.

Wir machen erst einmal Videoanalyse – kann nicht schaden, wie wir aus der Vergangenheit wissen. Dem ist auch so. Danach beschließen wir einfach doch schon zum Landebier über zu gehen – es ist besser so. Dafür gehen wir heute frühzeitig zum Essen und lassen uns die hervorragende italienische Küche im Hotel schmecken. Einfach vorzüglich hier, muss und sollte man mal probiert haben!

Gedanken und Sprüche / einfach mal so trocken rausgehauen:

  • Hast du einen schönen Gruß von mir bestellt? Ja, hab ich gemacht! Und??? Was und? Was hat er gesagt? Aufgelegt hat er!

  • meist du, wenn ich die Sonnenbrille abnehme, dann wird es besser? Ja! Dann schneit es in weiß und nicht in braun!

  • Ich hätte gerne einen Cheesburger OHNE Käse

Föhn in Bassano gibt es doch

Dienstag

Wow ist das schön heute Morgen draussen! Die Sonne lacht wärmend vom Himmel. Da mag man zum frühstücken gar nicht drinnen sitzen.

Wenn man dann bedenkt, das der Tag eigentlich unfliegbar werden soll laut Wetterprognose! Aber bitte nicht den Kopf in den Sand stecken – Bassano hat seine eigenen Gesetze, was das Wetter angeht. Schon oft selbst erlebt. Wir warten einfach mal ab, was uns der Tag so bringt.

Gegen 10 Uhr fahren wir einfach mal zum Oststartplatz. Und wenn es nur zum schauen ist. Irgendwer muss ja den Anfang machen, vielleicht wollen die anderen ja dann auch – wir könnten Dummies gebrauchen.

Ah – oben geht schon gut Wind. Richtung Westen sieht man auch Lenticularis am Himmel. Das wird heute nichts mehr mit fliegen. Wir beschließen zum Monument zu fahren. Kurz vor Ankunft kommt das Kind im Mann durch! Da der Gipfel noch mit Schnee behangen ist, wird ganz spontan angehalten und erst einmal eine Runde gerodelt. Doch womit nur? Wir haben Schirme dabei und keine Schlitten. Der Chef wäre nicht der Chef, wenn er keine Idee hätte. So wird dann einfach der Landepunkt zum rodeln genommen! Wer will noch mal, wer hat noch nicht? Die nächsten Fahrt geht rückwärts. Der Hintern wird ganz schön in Mitleidenschaft gezogen bei dem harten Schnee. Galant wie eine Elfe ist der Sven da runter – heißt das Ding wirklich Elfe? Er meint ja! Alle anderen halten sich bedeckt. Der „Prinzessinnen“ tat das Popöchen weh. Aber – So muss Urlaub sein, Spaß haben, rumblödeln und ganz viel lachen.

Am Monument selber herrscht ganz guter eisiger Wind. Dennoch wagen der Großteil der Gruppe den Aufstieg – und wenn es nur für den Ausblick ist. Belohnt werden sie allemal. Man sieht die Adria in die eine Richtung und grandiose Berge in die andere. Ist das wohl Österreich da hinten?

Auf dem Weg zurück zum Hotel sehen wir, das Groundhandling am Landeplatz gemacht wird. Wollen wir auch? Könnte nicht schaden. Aber unten merken wir schnell, das der Wind immer mehr wird. Es packt dann doch niemand seinen Schirm aus, das wird eh nichts.

Auch wenn man nicht geflogen ist, kann man gegen 13 Uhr zum Landeaperol übergehen, es fliegt heute eh nicht mehr.

Der Nachmittag steht dann zur freien Verfügung.

Ein Teil fährt zum Shoppen los, Andere besichtigen Bassano, an der Ölmühle wird noch halt gemacht. Ein Spähtrupp fährt los und erkundet, wie weit die Straße bis zum Startplatz am Panettone frei von Schnee ist. Sie kommen leider nicht ganz so weit. Das scheint Geschichte für diese Reise zu sein. Der Schnee wird so schnell nicht weg sein. Die, die dann noch übrig sind, machen Augenpflege im Hotel. Tut auch mal gut. So ein Tag ohne fliegen ist echt anstrengend.

Zur Stärkung am Abend geht es dann in die „Abbazia“ – hier gibt es die Weltbeste Pizza, ma muss hier gewesen sein! Diese Auswahl am Belag auf der Pizza ist einfach unschlagbar.

Aber, bevor der Abend sich ganz dem Ende neigt, grüßen wir mal zur Abwechlung alle daheimgebliebenen, die ganz lieb an uns denken! Schade, das ihr nicht dabei seid.

Sprüche

  • vollsten Einsatz beim MFC! (Landepunkt-Rodeln)

Immer noch viel Wind

Mittwoch

Morgens um 5 Uhr in Bassano. Uuuiii bläst der Wind gut draußen. Ganz schön heftig. Und wenn man dann noch den Windsack am Landeplatz aus dem Bett wackeln sieht, dann dreht man sich besser noch mal um und macht die Augen wieder zu.

Um 8 Uhr zum frühstücken ist es dann total windstill draussen. Wir treffen uns erst einmal zum morgendlichen Breefing und warten, was der Chef uns für den heutigen Tag prognostiziert.

Er hat sich sehr angestrengt, sagt er, hat aber kein wirklich brauchbares Flugfenster gefunden. Sogar am Lijak, gut 3,5 Stunden entfernt, ist der Wind mit gut 100 km/h unterwegs. Chef ist der Meinung, wir sollten heute doch die anderen Flugschulen zum rodeln herausfordern.

Wir warten erst einmal bis zum Mittag ab, solange kann ja Groundhandling gemacht werden. Zum üben von Vorwärtsstarts scheint es zu reichen.

Naja, kaum haste dich in die eine Richtung richtig ausgelegt, kommt der Wind aus der anderen Richtung. Ein doch eher mühseliges Spielchen. Dennoch probieren es einige, etwas Training am Boden kann nie schaden. Gegen 11.30 Uhr kommt dann die Nachricht: gleich Abfahrt zum Startplatz Ost – KEIN Aprilscherz.

Und tatsächlich fliegen sie dort, zumindest scheint es für Abgleiter zu reichen.

Wir schauen uns das ganze aber erstmal in Ruhe oben an – ist auch voll hier – will natürlich jeder fliegen. Zwischenzeitlich kommt der Wind auch mal von hinten und es gibt immer wieder Startpausen. Wenn der Wind gut steht, wird er aber auch sofort genutzt.

Drei Piloten von uns schaffen es rauszukommen, bevor der Wind dann deutlich mehr wird, bzw ordentlich in Böen durchkachelt. Der Cheffe entscheidet ganz souverän und vollkommen zurecht für uns – Abbruch! Alle einpacken, das wird nichts mehr. Seinem geschulten Blick entgeht nicht, das es draußen kaum Vorwärtskommen hat und eigentlich nur am steigen ist. Und! Genau deswegen bin ich hier. Das war genau mein Eindruck und er hat es mir bestätigt. Wieder was gelernt! Die Flugschule meines Vertrauens passt schon sehr gut auf mich auf. Morgen ist auch noch ein Tag.

Da aber noch fremde Piloten am Startplatz sind, schauen wir noch eine ganze Weile zu – man kann echt viel lernen. Und super gut wetten – und Aperol gewinnen! Es soll men Geheimnis bleiben, wie viele es geworden sind. Grundaufgabe war es zu sagen: Schafft der Pilot es im ersten Versuch, oder nicht? Man lernt auch daraus sehr viel: Einschätzung, Menschenkenntnis und das wichtigste für die Männer – wette niemals mit Frauen, die gewinnen eh!

Bevor wir aber zum gemütlichen teilt des Tages über gehen, machen wir bei guten Windbedingungen vor dem Hotel am Landeplatz noch etwas Groundhandling. Es sind auch alle gut dabei. Jeder hat Lust und Spaß bei der Sache. Der eine lernt etwas und ein anderer stellt fest, lange nicht gemacht, aber ich spüre meinen Schirm doch noch super gut am Boden. Man kommt dabei aber gut ins schwitzen – eine Dusche vor dem Abendessen sollte man nicht auslassen. Den Tag dann doch effektiv genutzt.

Irgendwann gehen wir dann zum gemütlichen Teil des Tages über. Etwas Flüssigkeit kann nicht schaden und dabei kommen echt tolle Gespräche auf.

Später folgt dann noch das gemeinsame Abendessen hier im Hotel, wie immer eine super leckere Küche. Die können es halt, die Italiener. Ab morgen soll das Wetter wieder deutlich besser und entspannter werden. Wir freuen uns drauf, was es zu erleben gibt! Tolle, lange Flüge hoffentlich.

Sprüche

  • Neue Disziplin: 4er Lande-Bob

Heute fliegt es super

Donnerstag

Irgendwie ist hier heute Morgen noch nichts vom Testival zu sehen, bis auf der Bierstand. Wichtig, das der nicht fehlt. Naja, wird die Tage schon noch kommen.

Das es wegen dem Wettbewerb zum Frühstück schon voll ist, lässt sich kaum leugnen. Um 7 Uhr ist schon kaum noch ein Platz zu bekommen. Die sind aber kurze Zeit später alle weg und so geht der Tag seinen ganz normalen Lauf.

Wegen der vielen Piloten heute starten wir das Breefing früher, es fällt auch deutlich kürzer aus, wir wollen früh am Hang sein. Wird voll genug heute.

Der Chef entscheidet für uns, das wir heute am Beppi starten – wie sich im Nachhinein herausstellte, war das eine sehr gute und weise Entscheidung. Die vom Wettkampf sind nämlich aus Ost rausgegangen. Somit blieb das kleine erwartete Chaos dann doch aus.

Am Beppi war alles gesittet und total entspannt, und voll ist was anderes gewesen. Somit haben wir heute ganze 5 Durchgänge geschafft. Die Schüler konnten der Hangstartgenehmigung einen deutlichen Schritt näher kommen.

Für die Freiflieger war jede Menge Airtime drin. Wer wollte hat/hätte es heute sogar bis zum Panettone und zurück geschafft. Wenn schon die Straßen dort hin nicht frei sind, dann wenigstens der Luftweg! Naja – vielleicht morgen – ich sollte es echt mal angehen. Wir könnten uns im publik zusammen tun – wenn der Chef oder die Chefin vorweg fliegen. Ein MFC Konvoi wäre cool, so wie der Wettbewerb heute. Mein Gott – waren das viele auf einem Haufen! Die Ameisen am Himmel. Einmal quer durchfliegen und die MFC Fahne hissen in der Luft, das wäre der Hit. Getraut hat sich leider keiner, schade. Das wäre – Mittendrin, statt nur dabei – gewesen.

Wer heute den halben Tag am Startplatz verbracht hat, ist auch auf seine Kosten gekommenen. Nicht so spektakulär wie gestern, aber es gab was zu sehen ……. und wenn es nur die tolle, wärmende Sonne war. Für mich unbezahlbar im Urlaub hier – und muss intensiv ausgekostet werden. Farbe im Gesicht ist garantiert.

Zum Ausklang des Tages wird noch ein Landebier am Hotel genommen. Es ist zwar erst Nachmittags, aber Flügen will heute keiner mehr, hat gereicht.

Abendessen wird heute wieder im Hotel eingenommen, da ist der Weg am kürzesten. Wir freuen uns alle auf den morgigen Tag.

Sprüche

  • kaum ist das Wetter besser, wird auch die Musik im Auto besser

Streckenflug Leon

In Bassano trifft sich die Welt

Freitag

Morgens 9 Uhr an einem Karfreitag in Bassano: es gibt hier schon ein Parkplatzproblem! Scheint mal wieder voll zu werden heute. Viele stehen schon mit gepackten Schirmen vor dem Hotel und warten auf das Shuttle. Da freut es einen um so mehr, wenn man sein ganz persönlichen Service hat um auf den Berg zu kommen. Genau deswegen mag ich diese Reisen so sehr – eigentlich muss ich mich nicht wirklich um etwas kümmern, sondern kann meinen Urlaub in vollen Zügen geniessen. Ich werde dort hingefahren, wo das Fliegen geht – und wenn nicht, muss ich nicht vom Berg runter laufen, sondern werde gefahren.

Wer eigenständig auf den Berg hiken möchte, kann das natürlich auch gerne tun, wenn ihm danach ist. Tatsächlich gibt es in unserer Gruppe auch so eine Spezies. Früh aufstehen, hochlaufen und warten, bis der Wind oben passend ansteht. Kann man machen, wenn man Freude daran hat.

Bei Abfahrt auf den Berg hat es heute Morgen schon 21 Grad, Urlaubswetter. Wie das dann über die Mittagszeit mit der Thermik wird, bleibt abzuwarten. Bestimmt nicht wenig.

Wir entscheiden uns heute Vormittag für den Beppi – aber der Cheffe ahnt schon, das es voll werden wird. Auf der Hochfahrt kommen wir am Startplatz Stella vorbei. Ein Blick aus dem Fenster sagt uns: Himmel – Hilfe – wegen Überfüllung geschlossen – so viele Menschen hab ich noch nicht an einem Startplatz gesehen. Wie soll das gut gehen. Am Beppi ist weniger los, aber nur minimal und das kommt erst noch alles von hinten nachgeschoben. Fertigmachen und raus heißt die Devise vom Chef – die Bedingungen werden nicht besser – für die Anfänger.

Es geht aber doch gesittet zu am Platz, jeder wartet brav, bis er dran ist. Die Schlange an Piloten wird aber immer länger – die wollen alle in die Luft!

Dem Sven ist das hier eindeutig zu voll, somit beschließt er einen anderen Startplatz aufzusuchen, zum Panettone kommen wir ja wegen dem Schnee nicht durch. Es ist aber für so eine Gruppe sehr von Vorteil, wenn man jemanden dabei hat, der sich auskennt und Dinge findet, die Andere nicht so kennen. Allerdings ist dort oben etwas mehr Wind, sodass vor allem die Schüler doch länger warten mussten, bis es dann auch für sie am späteren Nachmittag heißt: Start frei – Bedingungen sind nun gut.

Es sollten auch die letzten Flüge für heute sein – reicht, alle sind fertig. Soviel Sonne macht …… Wir lassen den super schönen Tag bei einem kalten Getränk am Landplatz ausklingen, bevor wir zum leckern essen im Hotel beisammen sitzen.

Sprüche

  • Heute gibt Thermikfliegen bis zum erbrechen.

  • Hast du dein Funkgerät nicht an? Doch! Und warum hast du nicht reagiert? Ich wusste nicht, wo rechts ist!

  • wie? Das Klebesegel ist dir zu groß? Reiss doch einfach das Loch im Schirm größer!

Abschlusstag

Samstag

Heute am Morgen ist der große Aufbau für das Testival hier vor Ort am Hotel. Einige Autos sind auf dem Landeplatz. Hoffentlich geht das gut – stehende Hindernisse werden ja gerne mal angepeilt.

Für uns geht es zur ersten Runde des Tages an den Oststartplatz.

Bisschen Wind hat es ja schon hier, auch ganz gute Böen zwischen drin. Es finden sich aber auch gute Phasen in denen man sehr gut starten kann.

Das schöne in Bassano ist, das sich die Meute meist auf viele Startplätze verteilt.

Es sind zwar einige Piloten hier oben am heutigen Morgen, aber bei weitem nicht so viele, wie wir gestern drüben am Stella und Beppi erlebt haben.

Wer mag kann sich fertig machen und rausstarten. Wer nicht mag, sitzt einfach in der Sonne, beobachtet, hilft den anderen Piloten, oder genießt einfach seinen Urlaub und Bassano. Es entschleunigt so ungemein.

Auch die Schüler machen sich fertig und starten. Für eine junge Dame wird es ein ganz besonderer Tag – sie fliegt mal eben ihre Prüfung zum A-Schein. Der Start hat wunderbar funktioniert, richtig schön mit Kontrollblick, so wie es sein soll. Auch die Manöver draussen am Himmel waren echt gut. Ohren anlegen mit Richtungswechsel und eine Leitlinien-Acht. Wir haben am Startplatz echt intensiv mitgefiebert und waren mindestens genauso nervös, wie die Pilotin in der Luft. Bei der Landung gab es dann leider eine thermische Ablösung mit nem ordentlichen Heber, sodass die Landung leider nicht passig war. Sie durfte aber wiederholen. Also alles nochmal hoch, fertig machen, starten und einfach nur landen gehen. Also nochmal Positionskreise drehen, im

Richtigen Moment in den Gegenanflug, peilen, jetzt der Queranflug, immer wieder peilen und ab in den Endanflug – das passt. Sie hatte vermutlich gerade erst einen Fuß auf den Boden gesetzt, da wusste schon der Startplatz, oder doch ganz Bassano, das sie bestanden hatte! Der Freudenschrei am Startplatz war nicht zu überhören! Eine grandiose Leistung – fast eine Punktlandung hingelegt. Der Prüfer war auch beeindruckt. Herzlichen Glückwunsch! Höre in deinem Fliegerleben immer auf dein Bauchgefühl, dann passt das schon.

Nun schläft der Wind hier oben am Oststartplatz so langsam ein, wird also deutlich weniger und kommt auch immer mehr aus Süden. Keine guten Startbedingungen mehr. Chef beschließt alle einzusammeln und mal nach ganz oben zu fahren, zumindest soweit wie wir kommen, soweit es der Schnee zulässt. Den Rest zum Gipfel können wir ja immer noch laufen – Halt Stop!! Hat er laufen gesagt??? Meine Mitreisenden sind Feuer und Flamme – kann ich gar nicht verstehen. Ich warte dann aber definitiv am Auto, bis es wieder nach unten fährt. Keine 100 Gämse bekommen mich da hoch – schon gar nicht zu Fuß! Vergesst es! Und zu versuchen, mich zu überreden bringt nichts. Never ever!

Gefühlte 10 Kilometer vom Startplatz müssen wir anhalten, zu viel Schnee auf der Straße, kein Durchkommen. Also alle raus aus dem Auto. Chef parkt am Strassenrand und die ganz Euphorischen stürmen gleich gerade den Berg hoch. Wie kann man so voller Energie sein, will in meinen Kopf nicht rein. Aber gut, sollen sie machen, ich definitiv nicht. Oder doch? Och Mensch, ich will nicht.

Wenn man der Straße nachgeht, dann sind es nur ca 5 Kurven, oder doch mehr? Herr Gott, ganz egal! Nimm dein Zeug und geh los, umdrehen kannst du immer noch. Ich kann euch berichten, als letztes war ich nicht oben. Irgendwie schon stolz mit mir, und Cheffe ist auch stolz! Gewettet hätte er nicht drauf. Aber fix und fertig kann ich euch sagen.

Hier oben passt die Windrichtung und die Chefin startet zu erst und darf endlich auch mal fliegen. Freiflieger können auch raus. Die Schüler müssen noch warten, bis unsere liebe Antje am Landeplatz ist und Rückmeldung gibt.

Uiii, ganz so prickelnd ist es nicht in der Luft. Keine Bedingungen für Schüler.

Also gehen die wieder zu Fuß zurück zum Auto. Schade, aber vollkommen richtige Entscheidung!

Wir treffen uns dann alle vor dem Hotel am Landeplatz um auf die super tolle Woche anzustoßen. Hopsa, voll hier, die Teilnehmer des Wettbewerbes sind heute hier gelandet. Genau richtig für das Testival. Gibt auch noch das ein oder andere zum anschauen und kaufen. Wir genießen die Sonne und den Aperol in Italien, bevor es ein letztes Mal gemeinsam zum Essen geht.

Wie immer am letzten Tag: mir ist in dieser Woche wieder bewusst geworden, warum genau das die Flugschule meines Vertrauens ist! Sie lassen mich lernen, immer wieder etwas mehr dazu. Ich kann sein, so wie ich bin, ohne das man es mir krumm nimmt. Deshalb weiß ich ganz genau, wohin und mit wem mich meine nächste Reise führt. Danke an euch (auch an die Mitreisenden) für so eine schöne Urlaubswoche, die stetig im Gedächtnis bleibt.

  • geh da ma bitte ein Stück zurück! Der hat nämlich keinen Tandemschein!

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