Magic MEDUNO 2024

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Magic MEDUNO 2024

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29. Juli 2024 · MFC Team

Von Cheffblogerin Pia Flügge

Sonntag

Heute ist Anreise. Der ADAC hat schon vor 3 Tagen ein riesiges Stauwochenende vorhergesagt. Und wir machen uns auf den Weg nach Meduno. Konnte ja niemand ahnen vor einem Jahr bei der Buchung, das genau an diesem Wochenende alle Bundesländer in den Sommerferien sind! Was soll‘s, wir müssen nehmen was kommt. Hauptsache, wir kommen heute noch an. Pünktlich um 8 Uhr ist in Höxter der Start für die gut 1000 km bis ins hoffentlich sonnige Italien. Cheffin und Cheffe sind gestern schon vor gefahren – die können die Wolken und das Gewitter für uns weiterschieben. Schließlich haben wir bei MFC nicht nur Fliegen gebucht, sondern den großen gelben Ball am Himmel gleich mit!

In Fulda machen wir zum ersten Mal einen kleinen Stopp – es steigt noch jemand zu. Nach kurzem halt geht es aber auch schon gleich weiter.

4 Stunden später gibt es dann erneut einen halt, Tanken muss auch mal sein. Bis hierher sind wir gut voran gekommen. Aber ….. München kommt ja erst noch, wir sind kurz davor. Gerade hier droht es doch immer so voll zu werden auf der Autobahn. Oh Wunder oh Wunder! Nichts, rein gar nichts rund um München. Zwar mal eine Baustelle und langsamer Verkehr, aber keinerlei Stau! Hatten die alle Angst vor der Warnung vom ADAC, oder warum ist hier so wenig los? Egal – uns freut es sehr. Schleich dich, da wo du fahren kannst. Bei Rosenheim waren es dann mal etwas mehr Autos auf der Bahn. Aber hey, positiv denken, immerhin rollt es und wir stehen nicht still! Außerdem entschädigt der Blick, die ersten Berge zeigen sich am Horizont. Und langsam vorüberziehende, saftige grüne Wiesen mit friedlich grasenden Kühen sind auch schön anzusehen. Vom Wetter war es bis hier her Sonne mit Wolken. Nun sind irgendwie nur noch dicke tiefhängende Wolken zu sehen. Wehe, wir haben morgen keine Sonne auf dem Berg. Den Monte Valinis kenne ich nur mit Sonne – und das soll auch so bleiben. So ist er am schönsten!

Irgendwann kommt dann aber doch der Chiemsee zu unserer linken, der Verkehr rollt wieder schneller, Kilometer werden geschafft. Von hier aus sind es nur noch 360 km. Geht doch.

Grenze zu Österreich, es ist 16.30 Uhr. Ich würde sagen, wir liegen sehr gut in der Zeit. Es hätte viel schlimmer kommen können. Auf geht es zur Alpendurchquerung – immer und immer weiter Richtung Süden.

Irgendwann vor dem Tauerntunnel fangen dann plötzlich die Scheibenwischer vom Auto an sich zu bewegen. Wer? Wer bitte hat am Wetter gespielt? Oder war jemand der daheim geblieben mal wieder sehr neugierig und musste online schauen, wie es werden soll? Lasst einfach die Finger vom Wetter: ich WILL schön und ganz warm!

Wenn ich mir diese ganzen grünen Wiesen an den hängen der Berge so ansehe, muss ich immer an „Heidi – deine Welt sind die Berge“ denken …. Irgendwo da tobt sie rum, kein Stück ist sie älter geworden seit meiner eigenen Kindheit.

Alles so schön grün, in den verschiedensten Tönen. Heute verstehe ich, warum sie die Berge, diese Landschaft so gemacht hat!

Regnet ganz schön Kurz vor Ende von Österreich zum Übergang nach Italen. Die Scheibenwischer haben gut zu tun. Das Regenradar zeigt nichts gutes über uns. Fettes Gewitter tobt sich da aus.

Und dann, nach gut 12 Stunden kommen wir am Ziel an. Wie war das heute Morgen? „Wenn wir um 21 Uhr da sind, dann haben wir es super gut geschafft. Tagesaufgabe geschafft würde ich mal sagen. Für das vorhergesagte Chaos auf den Straßen sind wir perfekt durchgekommen.

Fazit des Tages: Die Vorhersagen stimmen auch nicht mehr! Weder für das Wetter, noch für den Verkehr.

Mit MFC da kommt die Sonne raus, wenn nicht heute, dann halt morgen!

Montag

Erstmal ein ausgiebiges Frühstück bitte, soviel Zeit muss sein im Urlaub. Wann sitzt man schon mal so gemütlich bei herrlichem Sonnenschein auf der Terrasse und genießt einfach nur? Hier geht das ganz ohne Probleme oder Stress. Einfach ein tolles Fleckchen Erde. Super schöne Unterkunft, ruhig gelegen – ok, das Federvieh hab ich noch nicht gesehen oder gehört – sehr gemütlich alles hier. Das passt total.

Nach dem Frühstück gibt es erstmal eine Vorstellungsrunde. Einige kennen sich, Wiederholungstäter halt, aber es kristallisiert sich raus: Spass für die Woche wird es geben. Leichte Nervosität ist bei dem einen oder anderen aber auch zu merken. Schließlich werden es die ersten Starts am Hang werden. Das wird schon.

Was kommt vor dem fliegen? Genau intensive Landeplatzeinweisung und Besprechung. Auch die Leute die schon hier waren hören genau zu, kann ja nie schaden. Meinen persönlichen Landepunkt für die Woche habe ich auch schnell ausfindig gemacht. Ich berichte, wie es läuft. Puh, hier unten am Platz ist es schon ganz schön drückend, also schnell in die Autos und hoch auf den Berg, oben wird es angenehm sein. Und genau so ist es auch, absolut auszuhalten hier – mir tut die Cheffin schon jetzt leid, die den ganzen Tag am heißen Landeplatz beschäftigt ist. Aber wenigstens darf sie den ersten Flug des Tages genießen.

Alles passt oben perfekt. Alles wie immer, Zack Zack fertig machen und raus. Für die erfahrenen ist das Ziel lange oben zu bleiben, vielleicht mal Top-Landen üben und einfach sich des Lebens erfreuen, oder so. Alle anderen fangen erstmal mit einem Abgleiter an, um sich auf das neue Fluggebiet einzustellen und Erfahrungen zu sammeln. Wird gemacht Cheffe, wir sind doch artige „Schüler“.

Schnell ist ist der Bus wieder oben und es kann wieder raus gehen in die Luft von Meduno. Und schon im 2. Flug werden dann auch prompt erste richtige Thermikerfahrungen gesammelt. Das grinsen nach der Landung ist Programm. Apropos Landung: gar nicht so einfach die einzuteilen, wenn es selbst im flachen gut trägt und man sich doch gut vom Landeplatz entfernen muss um Höhe abzubauen. Auch so kann man seinen Flug verlängern.

Als es am Nachmittag zum 3. mal auf den Berg geht, sind einige noch immer nicht gelandet. Völlig verständlich, denn dort oben sind die Temperaturen um einiges besser zu vertragen.

Gegen Abend wird es super schön soft in der Luft. Magic Meduno halt. Noch einmal schönes Soaren am Hang.

Gleich am 1. Tag wurde eine sensationelle Airtime erreicht. Das wird die Woche wohl nicht mehr zu toppen sein – ich bin gespannt. Wie soll das auch zu schaffen sein? Der 1. Flug ging 6 Stunden 26 Minuten, ohne Unterbrechung. Kurz mal Toplanding gemacht, es drückt dann doch und gleich weiter geht’s um nochmal 55 Minuten dran zu hängen. Aber auch bei den anderen Piloten sind super tolle Zeiten zusammengekommen! Es lohnt sich wirklich hier.

Alles in allem ein traumhafter, herrlicher Sommertag in Italien mit spitzen Flugbedingungen. Und diese Aussicht muss man einfach in sich aufsaugen und speichern – unbezahlbar.

Nun lassen wir uns noch die Pizza schmecken, die haben wir uns auch verdient.

Dienstag

UPS, wer hat denn heute morgen die Wolken bestellt? Wenigstens sind nun die Temperaturen angenehm und erträglich. Das wird schon noch, die Sonne kommt bestimmt. Morgens um 7.30 Uhr ist es traumhaft auf dem Balkon. Die Vögel zwitschern und in der Ferne ist ein Motorschirm zu sehen und zu hören. Erinnerungen kommen dabei in den Sinn.

Es wird natürlich wieder ausgiebig gefrühstückt, schließlich kann so ein Tag in der Luft sehr lang werden. Bester Spruch des Tages schon gleich am Morgen: die Hauskatze besucht uns kurzfristig auf der Terrasse. Sven: „Na fette Katze!“ Antje: „Was würde sie wohl jetzt antworten?“ – hat wer gelacht??? Nein, wir doch nicht! Aber, Alle haben das selbe gedacht, da könnt ihr euch sicher sein.

Sind ja doch einige Videos von den Starts gestern zusammen gekommen. Diese müssen natürlich analysiert werden. Machen wir – wenn der Cheffe das mit der Technik noch hinbekommen. Dauert ein bisschen, funktioniert aber dann doch. Zum Glück, wir wollen uns doch alle verbessern und Profis werden.

Gegen 11 Uhr ist Abfahrt nach oben. Vorher wird aber noch in den kleinen Supermarkt im Ort eingefallen. Passen wir da alle überhaupt zusammen rein? Geht gerade so. Zumindest hat der Laden garantiert den Umsatz der ganzen kommenden Woche gleich mit gemacht.

Die Sonne kommt dann auch durch.

Oben sind die Bedingungen wieder perfekt für uns. Viel konnten das Rückwärts Aufziehen üben, verfeinern oder auch zum ersten mal machen. Sogar ein Klapperschlangen-Start (Cobra) wurde gemacht. Und auch wieder Toplanding wird geübt.

Vor der zweiten Runde Fliegen möchten alle erstmal eine ausgiebige Mittagspause auf dem Berg machen, hier sind die Temperaturen deutlich angenehmer. Parawatching geht halt immer. Kilometer wurden heute auch gut geschafft – im Gegensatz zu gestern nicht in der Luft, sondern am Boden zu Fuß. Oder sagt man: „Strafe folgt auf den Fuß!“ Egal, so ist das halt bei einer Aussenlandung.

Aber am Nachmittag fliegt es nochmal super gut und alle gehen nochmal raus. Am Ende war es egal, ob man am offiziellen Landeplatz oder an der Unterkunft (die haben einen eigenen Landeplatz) runter geht, alle hatten mit Sicherheit ein strahlen im Gesicht! Sogar der Cheffe, denn der durfte sogar auch noch mal fliegen – wir sind ja gnädig!

Schnell noch unter die Dusche (wird dringend benötigt bei den Temperaturen) und dann geht es auch gleich zum Abendessen. Stärkung muss nämlich auch sein, damit man für morgen wieder genügend Kraft hat, um die Top-Airtime Zeiten zu knacken, die bisher bestehen. Heute war auch nicht schlecht, bei einem Piloten standen heute 6.08 Stunden auf dem Vario (anderer Pilot wie gestern). Also strengt euch an Morgen, das kann eine unschlagbare Woche in Sachen gesamt Airtime werden. Wahnsinn!

Mittwoch

Eigentlich hatte ich mir gedacht, ich lege heute mal eine Schreibpause ein. Der Vermerk: „Siehe gestern“ hätte bestimmt gereicht. Noch mal eine Stunde ins Bett und schlafen, das wäre es jetzt. Im Zimmer ist es wenigstens angenehm. Wenn dir morgens um 10 Uhr beim warten auf die Abfahrt schon das T-Shirt am Körper klebt, dann sagt das alles über den Tag aus. Hoffen wir mal, das es oben erträglich ist. Zur Not wird sich halt auf dem Berg ein schattiges Plätzchen unter einem Baum gesucht und Siesta gemacht.

Gar nicht so einfach dort oben. Gibt nicht so viel Gelegenheiten.

Nix ausruhen, Cobra Start wird heute geübt. Schaut doch ganz gut aus bei dem meisten. Hat es sich doch gelohnt, vorher eine intensive Einweisung per Video und direkt nochmal am Startplatz zu machen. Die Schüler haben gut aufgepasst, Respekt.

Alle fertig machen, Bedingungen passen noch super, wer weiß, wie es später wird. Zu Befehl Chef, wird gemacht!

Gegen Mittag wird es etwas mehr an Thermik draussen und einige beschließen daher eine kurze Mittagspause einzulegen. Die, die noch fliegen wollten haben erneut das Toplanden geübt. Oben am Gipfelkreuz geht das natürlich auch besonders gut. Und wenn man dann noch frische Milch bei den Kühen abzapfen kann und dem Rest der Gruppe auch noch so verkauft ….. dann hat man Hochachtung. Morgen bitte wieder – Danke.

Zwischendurch geben wir der Cheffin und auch dem Chef die Gelegenheit neue Schirme auszuprobieren und zu testen. So schlecht waren die gar nicht. Hey, ich meine die Schirme.

Zum Abend hin gibt es dann noch mal sanfte und ruhige Thermik in Meduno und die meisten gehen natürlich nochmal raus.

Und eines muss ich explizit betonen an dieser Stelle: Wer beim letzten Flug des Tages an der Pension landet, der verpasst leider das Highlight des Tages! So eine gekonnte Landung kann dann doch noch im letzten Moment mit der Vergabe eines Dinos enden. Ok, es war ein goldenes Bambi, was wir verliehen haben. Super schlecht, wenn eine Leine des Gleitschirms an einem Pfosten in schwindelnder Höhe hängen bleibt. Perfekter Kommentar in dieser Situation: „ASTREIN gelandet!“ Diese Leine hatte sich an dem einzigen Splitter der zu sehen war verhakt. Was macht man jetzt nur um das Ding frei zu bekommen, bevor der Chef am Landeplatz ist? Ok, Räuberleiter könnte gehen. Rauf auf die Schulter eines andern Piloten und mit der Windfahne versuchen das Ding frei zu bekommen. Oh Mann, die Zeit drängt, gleich ist der Chef da! Keine Chance – so bekommen wir das niemals hin. Was nun? Unser Glück kam dann glatt vom Himmel geflogen. Ein sehr netter durchtrainierter jungen Mann kam nach seiner Landung und hat gefragt, ob er helfen kann. Aber klar doch, wenn du dort hochklettern kannst. Nichts leichter als das!! Und schwips, krabbelt das kleine „Äffchen“ an dem Pfosten hoch und befreit uns aus unserer misslichen Lage – noch bevor die Reiseleitung am Landeplatz ist. Ich kann euch sagen: Was haben wir gelacht!!! Es war so schön und ich bereue es nicht, am Hauptlandeplatz runter gegangen zu sein. Danke allen, die dran beteiligt waren für die tolle Erinnerung, an die ich bestimmt noch lange denken werde.

Diesen wundervollen Tag lassen wir natürlich mit einem guten Essen in der Pension ausklingen. Meduno ist einfach nur schön! Und diese Temperaturen – traumhaft ……

Donnerstag

Heute scheint der Sommer in Meduno seinen Höhepunkt zu haben. Morgens um 10 Uhr sind es 29 Grad. Kann man das aushalten? Ich muss aufpassen, was ich sage! Ich könnte in der deutlichen Unterzahl sein. Also rauf auf den Berg, damit es wenigstens etwas zum aushalten ist. Irgendwie möchte man ja, das die Fahrt im Auto nie endet, aber auch nur wegen der Klimaanlage. Na, wer sagt es denn, hier oben sind nur 21 Grad. Passt. Möchte wer fliegen gehen, denn die Bedingungen passen auch sehr gut. Es kann euch gesagt sein: Es finden sich schnell welche die wollen. Muss man halt umso länger in der Luft bleiben und nicht landen gehen, dann bleibt es erträglich. Eigentlich könnte man in dieser Woche eine Challenge draus machen, wer zuerst landet muss die kühlen Getränke für den Rest der Truppe kaufen. Aber landen wollen die Jungs und Mädels ja gar nicht, sie wollen fliegen. Ganz viel und ganz lange. Dafür ist Meduno bekannt, wenn die Bedingungen passen.

Heute oh Wunder machen sich alle ziemlich schnell fertig um bereit am Startplatz zu stehen. Woran das liegt? Ganz einfach, allzuoft wird heute vermutlich nicht gestartet, denn es soll ein Gewitter am Nachmittags/Abend aufziehen. Da heißt es dann für unsere Reiseleitung: Obacht bei der Wolkenbildung. Die feinen Sensoren sind in Bereitschaft.

Die Starts sehen doch schon ganz gut aus. Gibt wenig zu tun für den Cheffe, aber ab Donnerstag wird ja eh nur noch gelobt. Auch am Landeplatz wird nicht mehr wirklich Unterstützung gebraucht, den tollen Platz kann man treffen.

Eine zweite Runde fliegen gibt es dann am frühen Nachmittag doch noch. Irgendwann sind die Bedingungen dann aber doch am kippen. Oben ist es zu windig zum starten, in der Mitte auch komisch zum fliegen und unten kommt die kältere Luft durch. Wolkentürmchen fangen an sich aufzubauen. Alle landen gehen.

Bei der schwülen Hitze können wir ein lecker Eis in einer Eisdiele gebrauchen. Und danach geht es für einen Teil der Gruppe noch in einen kleinen Outdoor Laden. Cheffe findet dort doch glatt eine Sonnenmütze – die wieviele ist das? Wenn man die nicht ständig verlieren oder verlegen würde, dann hätte man eine, wenn man sie braucht. Aber nun hat es ja eine Neue gegeben. Wetten werden entgegenkommen, wie lange diese nun in seinem Besitz bleiben wird.

Der andere Teil der Gruppe ruht sich lieber noch etwas vor dem Abendessen aus, das scheint dringend nötig zu sein.

Eigentlich wollten wir gegen 19.30 Uhr Richtung Abendessen starten. Es kam aber leider etwas dazwischen …… ein kleiner Wolkenguss mit Gewitter ……. Ich glaube, wir können dazu eher sagen es war ein Wolkenbruch!!! Ja, auf 100m kann man schon mal nass bis auf den Schlüppi werden! Das geht. Zelte sichern, Markisen einfahren, man ist gleich nass bis auf die Haut. Eigentlich hätte man sich das duschen vorher sparen können und das Shampoo mit raus nehmen. Mit etwas Verspätung (man kann noch nicht mal zum Auto kommen ohne durch zu sein) geht es dann aber doch noch los. Der Chef möchte heute zum Abendessen lieber drinnen wie draußen sitzen. Ok! Wir geben uns geschlagen, obwohl immer noch 29 Grad draußen sind.

Freitag

Neuer Tag im Paradies! Ach ne, wir sind ja in Magic Meduno. Wisst ihr was? Das ist uns relativ egal, denn in Meduno ist das Paradies der Airtime! Ganz selten hat es eine Flugreise mit soviel Ausbeute gegeben. Wir streiten noch, ob es an den Piloten oder dem Gelände mit solchen Bedingungen liegt.

Auf dem Weg nach oben gibt es wieder etliche Gespräche. Manche sind fachlicher Natur, manche enden einfach nur in Blödeleien und andere handeln von Flugreisen. Plötzlich kommt aus dem Nichts: „Ah, du gehst also fremd?“ Antwort: „Ja, aber mit Euch ist es am Schönsten!“ ….. Die Person auf dem Fahrersitz wird gleich 5cm größer, das geht doch runter wie Öl.

Im letzten Drittel auf dem Weg nach oben gibt es dann leider eine Straßensperre. Die Ankunft verzögert sich leider um 10 min. „Stau auf dem Highway“ – Achtung Kühe auf der Fahrbahn und die machen wenig Anstalten uns durch zu lassen.

Endlich oben angekommen geht es auch gleich in die Luft, passt alles, nur etwas mehr Thermik könnte da sein. Aber genau diese Bedingungen können Sicherheit geben und Piloten zu neuem Selbstvertrauen helfen. Schön, wenn man mit Funkunterstützung vom Chef so hoch fliegen kann, wie man sich alleine nicht zugetraut hätte. Das macht glücklich (Pilot) und stolz (swään) zugleich. Und wenn man so über sich hinauswächst, dann hat sich so eine Reise mehr wie gelohnt. Aber ich glaube und meine, es hat sich mehr wie gelohnt für ALLE. Schon mal Danke dafür!

Im 2. Flug des Tages ist dann deutlich mehr Thermik zu spüren und somit können wieder einige Dinge geübt und trainiert werden. Gegen 15 Uhr muss aber gelandet werden. Im Hintergrund baut sich was auf. Das wird uns zu heikel. Da sichern wir lieber die Zelte und Markisen rechtzeitig.

Nachdem vorsichtshalber alles fest gemacht ist, mag der eine Teil sich lieber ausruhen und der andere Teil verkrümelt sich erneut in die Eisdiele. Was soll man sonst auch bei diesen Temperaturen machen. Genau richtig so!

Gehen 17 Uhr wird es dann ziemlich ungemütlich. Der Wind frischt extrem auf. „Wollen wir eine Runde Starkwindhandling machen?“ Besser nicht, selbst die Windfahne am Landeplatz wackelt wie ein Lämmerschwanz! Etwas später ist dann auch das Gewitter da und unsere Zelter sind froh, alles gesichert zu haben. Eine umgedrehte schwere Bank kann schon helfen, das Zelt vor dem Abflug zu sichern. Spielverderber, wir sind doch zum fliegen hier – Ja, WIR wollen fliegen, aber nicht die Zelte! Frisch wird es auch noch durch den Wind, da fröstelt man gleich.

Schnell kommt dann auch vom Cheffe die Ansage, zum gemütlichen Teil des Tages überzugehen. Das wird heute nichts mehr mit fliegen. Recht hat er, wie immer.

Als Abschluss des doch schönen Tages, geht es in die älteste Pizzeria in ganz Norditalien. Immer wieder schön dort, man muss es mal erlebt haben. „Haben sie alkoholfreies Bier?“ – „Wasser, Wein, Bier …. mehr nix hier!“ Für jeden was dabei, oder nicht?

Mein Abend ist gerettet, Aperol Spritz haben sie! Eine Speisekarte gibt es hier übrigens auch nicht. Dir wird am Tisch gesagt, was es gibt. Aber eine kleine Auswahl ist schon vorhanden. Einfach zu romantisch und wie gesagt, sollte man unbedingt mal erlebt haben. Die Spaghetti sind ein Traum!! Auf den Punkt genau und es schmeckt vorzüglich! Und auch der Rest ist super lecker! Einfach zu empfehlen! Ich würde mal sagen: Wir lassen den Abend gemütlich ausklingen!

The Last day

Samstag

Kalt heute morgen, zumindest deutlich frischer wie die anderen Tage. Da kann man die lange Hose rausholen. Die morgendliche Videoanalyse muss leider ausfallen, der Laptop ist alle. Ich hätte fast gesagt: „Einmal mit Profis arbeiten!“ keine Bange, wir holen das später nach, sagt der Profi. Da am Nachmittag eh wieder ein Gewitter aufziehen soll, bleibt dann ja genügend Zeit. Schauen wir mal, was daraus wird.

Dann geht es heute halt gleich hoch auf den Berg. Auch gut – oben sind die Temperaturen wie immer deutlich besser und erträglicher. Aber nicht alle fahren mit dem „Taxi“ nach oben. Zwei aus der Gruppe sind so mutig und treten den direkten Weg nach oben zu Fuß an. Allerdings ohne Gepäck! Besser ist das. Aber dennoch, nie im Leben wäre ich auf die Idee gekommen, dafür habe ich doch meinen persönlichen Fahrer. Lassen wir uns überraschen, wie lange die Beiden brauchen und ob sie überhaupt oben ankommen.

Zumindest ist von den Beiden noch nichts in Sicht, als die Autos oben ankommen.

Starten mag von uns aber auch niemand, irgendwie ist so gar kein Wind da. Also warten wir erstmal, was hier oben so passiert. Als dann endlich Wind aufkommt, kommt er doch glatt von hinten. Also weiter warten, was passiert. In der Zwischenzeit kommen auch tatsächlich unsere beiden Wanderer oben an. Sie haben die Strecke und 700 Höhenmeter in 1,5 Stunden geschafft. Grosser Respekt von uns allen. Wir haben sie am Startplatz gefeiert. Plötzlich dreht der Wind. Also von vorne, endlich. Einige schaffen es raus bei guten Bedingungen, aber nicht alle. Ruck Zuck ist der Wind deutlich zu stark zum starten. Also wieder warten. Wir sitzen das halt einfach aus. Typisches Parawaiting halt. Am Nachmittag geht es dann aber wieder gut zum starten. Vorwärtsstarts sind angesagt, mehr geht Windtechnisch leider nicht. Egal, raus und fliegen, auch wenn es wegen der Abschattungen nur zu einem oder zwei Abgleiter reicht. Einmal noch die Luft von Meduno spüren und diese so tolle und traumhafte Woche sich in Erinnerung bringen. Am frühen Abend treffen sich dann alle noch einmal zum letzen Landebier am Hauptlandeplatz. Solch ein Spass dabei tut einfach nur gut und rundet diese Woche mit Sicherheit ab. Der Dino heute hat sich mit unserem „Zaunkönig“ heute angefreundet – soviel sei verraten: wenn man beim Starten seinen Schirm über einen Zaun legt, dann hat darf man diesen Namen zurecht tragen!!

An dieser Stelle kommt leider wieder der Moment, wo ich mein tägliches tun – das Schreiben – beenden muss. Ihr könnt euch sicher sein, ich würde sehr gerne noch hier bleiben und einfach Tag um Tag weiter schreiben …… und ich denke, auch meine Mitreisenden würden gerne noch hier bleiben, so grandios, traumhaft und wundervoll war diese Woche in MAGIC MEDUNO!!! Probiert es doch einfach selber mal aus.

Ich möchte mein „Tagebuch“ aber nicht schließen, bevor ich Danke gesagt habe! Danke an die Flugschule meines Vertrauens (nun schon seit 4 Jahren), ohne euch wäre ich nicht in meiner heimlichen Heimat Italien gelandet!!! Und natürlich auch an die Leute, die dabei gewesen sind. Ihr Alle habe mein ganz persönliches Flugtagebuch so schön und unvergessen gefüllt!!

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