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Meduno 2025
29. Mai 2025 · MFC Team
Montag
Vorhergesagt war das aber so net! Egal, solange wie die Sonne vom Himmel lacht ist alles gut, die nehmen wir sehr gerne. So kann ein Tag im Magic Meduno starten. Doch erst einmal gibt es ein gutes Frühstück und eine Kaffee – ohne den geht es nicht. Eine kleine, aber feine Pension unweit des Hauptlandeplatzes hier in Meduno. Es gibt zwar nur wenige Zimmer, aber einen schönen und sauberen Campingplatz hinten dran.
Nach dem Frühstück geht es auch gleich rüber um den Landeplatz zu besprechen. Es gibt viele „Neulinge“ hier, die zum ersten Mal vor Ort sind. Es muss ganz genau besprechen werden, was hier die Eigenheiten sind und wie die Landeeinteilung zu erfolgen hat. Dieser Platz kann schon recht thermisch Aktiv sein im Tagesverlauf! Später wird die Cheffin aber hier stehen und die Schüler bei der Landung einweisen und alle, die Hilfe benötigen natürlich auch unterstützen. Ich persönlich finde das immer sehr von Vorteil und es ist auch ein Grund von vielen, warum ich solche Reisen mitmache. Ich weiß, da ist jemand Vertrautes, der acht auf mich gibt – und wie oft habe ich diese beiden Stimmen heute noch im Ohr!!! Jedes Mal, wenn ich in eine Thermik einfliege höre ich den Satz: „Was machen wir, wenn der Schirm nach hinten nickt?“ – Es dröhnt förmlich in meinem Kopf. Es sitz halt einfach und das finde ich so wundervoll.
Es geht dann auch schon gleich hoch zum Startplatz, keine Zeit vertrödeln, evtl kann es heute noch ein Gewitter geben. Und wir wollen doch wenigstens einen Flug machen heute. Auf dem Weg nach oben spürt man förmlich die Anspannung der Flugschüler. Für manchen ist es das erste Mal, das es hier vom Hang hinunter geht. Und für manche. Ist es das erste mal überhaupt am Hang zu starten. Oh Gott- ich kann diese Nervosität so gut verstehen. Ich kann mich noch genau an meinen ersten richtigen Hangstart, bzw das Gefühl davor erinnern! Am ganzen Körper immer mal wieder gezittert, mein Mund und mein Hals waren so trocken, ich konnt gar nicht schlucken. Und auch, wenn es für die Schüler gerade ein absolutes Gefühlschaos im Sekundentakt wechselnd zwischen: „Boh, wie geil ist das denn“ und „niemals stürze ich mich da runter, ich hab jetzt schon die Hose voll“ ist, so sehr hoffe ich, das euch dieser besondere Tag immer in Erinnerung bleiben wird.
Da stehen wir nun oben am Startplatz des Monte Valinis und schauen auf die Weite des Magic Meduno. Die Sonne lacht uns an, wärmt die Haut und bei diesem Blick in die Ferne sind schnell sämtliche Alltagssorgen vergessen. Natürlich muss auch der Startplatz besprochen werden, auch wenn der Cheffe gerne bei jedem Start unterstützend zur Seite steht bei den Freifliegern.
Dann heißt es auch schon recht fix: „Fertig machen und mit der Rosette in der Hand nach vorne kommen – wer fliegen will, dann bitte jetzt, ab 14 Uhr kann es einen Schauer Regen geben“.
Es entscheiden sich auch tatsächlich alle aus der Gruppe zu fliegen. Die Bedingungen am Start sind angenehm, von ganz wenig Wind, bis ein klein wenig mehr. Für das rückwärts Aufziehen reicht es noch.
„Zu Befehl Cheffe“ und Ruck zuck stehen alle fertig in einer Schlange und warten auf ihren Take off! Ja! Endlich fliegen. Oder doch nicht? Da war doch was mit Erstflug vom Hang und so. Hey – ihr schafft das, auch wenn die Nervosität ins Unermessliche zu steigen scheint, der Papa ist doch bei euch – wir machen das schon!! Und genauso ist es auch. Den Schirm aufziehen und ab durch die Mitte. Sehen doch ganz gut aus die Starts! Wir halten schön alles auf Video fest, damit wir das später gut und ausführlich analysieren können.
Die Freiflieger dürfen sich natürlich in der Luft austoben und für die Schüler heißt es: Erst einmal raus ins Tal fliegen und dann locker werden! Das geht am besten wenn man dann über Funk gesagt bekommt: „Flieg mal eine 90 Grad Kurve nach rechts, und dann auch noch eine nach links“ Einfach die Aufmerksamkeit wieder herstellen und die Anspannung lösen!
Danach ab Richtung Landeplatz – die Antje nimmt euch da über Funk in Empfang. Und das ist auch gut so, denn der Landeplatz ist um die Mittagszeit schon deutlich thermisch aktiv. Auch die Freiflieger bekommen das zu spüren. Da geht es in der Position nach oben anstatt nach unten. Auch im Queranflug geht es hoch anstatt runter. Letztlich sind aber alle sehr gut gelandet und es gab nicht wirklich was zum beanstanden. So soll es doch sein.
Pünktlich gegen 14 Uhr hört man es donnern. Gewitter zieht auf und somit wird es bestimmt auch bald regnen. Alle MFC Piloten stehen am Boden und wir entscheiden uns dazu, erst einmal 2 Stunden Pause zu machen.
Danach geht es schnell zum einkaufen um sich mit Getränken und so weiter einzudecken.
Da wir immer noch Zeit haben, folgt die Videoanalyse und die Besprechung des Manövers für die Schüler am morgigen Tag. Wer Thermikfliegen will, der muss auch wissen, wie es wieder runter geht: Ohren anlegen.
Das heutige Abendessen ist für 19 Uhr in einer kleinen Pizzeria, 10 Minuten mit dem Auto entfernt, angesetzt.
Für einen weiteren Flug reicht es heute leider nicht mehr. Dann lassen wir uns einfach die Pizza schmecken und genießen den Abend.
Und was macht man zum späteren Abend auf dem Campingplatz so? Richtig – einen Absacker mit netten Menschen zu sich nehmen, bevor es dann ins Bett geht. Schauen wir mal, was der Tag morgen so bringt.

Dienstag
Oh, was ist das denn heute Morgen? Bedeckter Himmel und es sieht nach Regen aus. Heute wird die Gruppe mal geteilt. Nach dem Frühstück müssen zuerst sehr zeitig die Schüler hoch. Wenn etwas geht, dann sollten die fertig am Start stehen. Warten, dass der Wind von vorne kommt, kann man auch oben. Da heute eh nicht wirklich Thermik zu erwarten ist am Vormittag, können die Freiflieger den Tag entspannt angehen lassen. Das wollen die aber auch. Schnell ist ein Bus voll gemacht und es geht nach oben. Obwohl man ja gestern schon geflogen ist, kribbelt es trotzdem im Bauch. Oben haben wir dann Rückenwind und beschließt der Chef ganz schnell, das doch bitte jeder noch etwas am Boden das Aufziehen des Schirmes übt. Geht gut hier oben, Platz dafür ist vorhanden. Und Groundhandling schadet niemandem. Ganz schön anstrengend dieses aufziehen, abbremsen, unterlaufen, über einem zu halten und so weiter. Manch einer schafft schon eine gute Strecke mit dem Schirm über seinen Kopf zurückzulegen. Es kostet Kraft und Schweiß, aber wie immer: es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Immer wieder und immer weiter üben, das zahlt sich garantiert aus!
Dann schläft der Wind leider ein, so ganz ohne ist auch doof, aber wenigstens kommt er nicht mehr von hinten.
Fertig machen und bereit für den Start sein heißt die Order vom Sven, könnte gleich was werden mit dem fliegen. Und siehe da, wie immer sollte er Recht behalten, kommt doch ein ganz leichtes Lüftchen von vorne. Man muss ihm das schon lassen, er ist schon ein Meister des Wetters!
Zwei der Gruppe schaffen es tatsächlich schön zu starten und können draußen ihr Übung das Ohren anlegen durchzuführen, bevor sie von Antje am Landeplatz entgegen genommen werden.
Beim nächsten Piloten am Start kommt dann wieder der Wind von hinten – nichts mehr mit abheben. Es ist besser einzupacken und runter zu fahren. Aber Fazit vom Cheffe: jeder Tag ist fliegbar, wenn auch nicht für jeden. Am Nachmittag/ Abend geht bestimmt noch was.
Wir machen erstmal eine kleine Shopping Tour für Wurst, Käse, Schinken und so weiter. Danach ist auf jeden Fall noch Zeit für ein Spaghetti-Eis in der ortsansässigen Eisdiele. Lecker kann ich euch sagen. Zurück in der Unterkunft beschließt der Cheffe das Toplanden und den Cobrastart intensiv zu besprechen. Man weiß ja nie, was noch so kommt und schaden kann es auch nicht, wenn man es wenigstens schon mal gehört und gesehen hat.
Währenddessen klart auch der Himmel über dem Monte Valinis wieder auf und wir entscheiden hochzufahren, da geht bestimmt noch was heute.
Oh, sind doch einige Leute hier oben und warten darauf, das der leichte Rückenwind dreht und von vorne kommt. Dauert auch nicht lange und los geht es, einer nach dem anderen wird mit einem guten Vorwärtsstart in die Weite entlassen. Ganz leichte Blubberthermik hier und da mal, schön sanft. Aber wirklich was erwarten darf man nicht. Egal, ein schöner Abgleiter zum Abend hin ist auch super schön. Leider schaffen es nicht alle raus, bevor der Wind wieder leicht von hinten kommt. Abhaken, morgen ist auch noch ein Tag, garantiert und dann wird bestimmt alles besser.
- lange Beine hätte ich – sehr lange sogar, am Skill hapert es aber! (Es wird darüber gefachsimpelt bei Rückenwind zu starten)

Mittwoch
Der erste Kaffee morgens am Camper schmeckt besonders gut. Die Tür ist offen und die Sonne kitzelt dich an den Füßen. Und wenn dann schon relativ bald die ersten Schirme am Himmel auftauchen, dann denkst du: juhu, das verspricht ein guter Tag zu werden.
Und damit wir nichts verpassen, geht es um Punkt 9 Uhr für die Schüler hoch auf den Berg, die Freiflieger folgen eine gute halbe Stunde später. Die warten doch auf das, was die Schüler noch nicht so intensiv erleben wollen – Thermik.
Schon gut was los da oben auf dem Berg. Bei 4 Flugschulen habe ich aufgehört zu zählen. Aber alles ganz gesittet, es wird schön angestanden, bis man dran ist.
Gleich fertig machen und raus heißt die Devise vom Chef. Eine leichte Brise steht gut aus Süden an.
Die Schüler starten super gut. Dafür das sie bisher nur sehr wenige Hangstarts haben. Kann sich definitiv sehen lassen. Kompliment.
Die Schüler machen in ihrem Flug jeder nochmal die Ohren anlegen, damit das auch wirklich sitzt. Leicht erste Thermikerfahrungen werden auch schon gemacht und seichte Kreise gedreht, wo es etwas steigt.
Kurze Zeit später kommen dann auch die Freiflieger oben am Berg an. Die warten mit dem starten noch etwas, bis zu sehen ist, das die Thermik richtig einsetzt und es gut nach oben geht. Die Starts sehen auch richtig gut aus und was Schirmbeherrschung ist bekommen wir auch zu sehen. Naja, eigentlich ist es ja einen Dino wert, wenn es dich beim ausdrehen des Rückwärtsaufziehens auf den Hintern setzt. Aber …… den Schirm über sich zu halten und versuchen aufzustehen, kann bestimmt auch nicht jeder. Und wenn dir dann noch drei Männer zu Hilfe eilen und du dann doch lieber ganz schnell eigenständig auf deinen Füßen steht und losläufst zum abheben, dann hat das schon etwas von ungewollter Showeinlage. War schon ein bisschen peinlich, aber lustig – zumindest für die umstehenden.
Schöne Flüge kommen dann für die Freiflieger zustande. Und wenn es dich bei der Landung in der Position nur nach oben befördert anstatt nach unten, dann drehst du halt nochmal auf 1100m auf und gehst noch eine Stunde fliegen. Hat Spaß gemacht!
Die Schüler werden schnell wieder vom Landeplatz abgeholt. Das muss auch fix gehen, denn am Nachmittag soll Regen reinziehen. Raus mit euch, und Übungen fliegen, die Zeit drängt etwas.
Das wird deutlich merkbar, als sie zum dritten Mal oben ankommen – kalter Wind zieht am Startplatz rein und im Hintergrund in der Ferne kann man dunklere Wolken sehen. Auch der Wind am Startplatz hat plötzlich deutlich zugelegt. Ab nun reicht es vorerst nur für Groundhandling am Startplatz für Profis. Und wer der Profi ist, muss ich ich nicht erwähnen – genau die richtigen Bedingungen für den Cheffe. Er spielt ein wenig mit seinen Schirm und wir schauen zu und staunen. Schon faszinierend, was so machbar wäre mit einem Schirm, wenn man denn nur mehr auf die Wiese zum üben gehen würde.
Bis 16 Uhr dauert unsere kleine Zwangspause und dann lässt der Wind auch wieder deutlich nach. Andere Flugschulen stürmen auch den Hang, gleich geht es wieder zu Fliegen. So ist es auch – fertig machen und raus mit euch, wir schaffen heute noch 2 Durchgänge. Die Cheffin hat es am Landeplatz auch nicht ganz so einfach, die vielen „Doppelgänger“ bei dem Traffic dort unten auseinander zu halten. Aber sie lotst jeden perfekt runter.
Was war das dann heute doch noch für ein toller Tag und die eine oder andere Punktlandung ist auch bei rumgekommen. Wieder sehr viel gelernt heut.
Da wir heute zu Abend in der Pension essen, bleibt noch genügend Zeit, um den Abend bei dem einen oder vielleicht auch anderen Landeaperol ausklingen zu lassen. Genau das sind so gemütliche, gesellige, traumhaft und vor allem LUSTIGE Momente, die ich einfach so liebe! Und innerhalb der Gruppe ist das Gold wert! Danke an alle für den schönen Tag.
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nimmst du außer Haus noch was an, oder hast du auch nur Gras für eine Ziege?
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ach so seht ihr aus! Endlich mal die Gesichter zu dem Geruch!

Donnerstag
Es ist über Nacht doch sehr voll geworden auf dem Campingplatz. Man merkt, das ein langes Wochenende bevorsteht. Viele kommen mal eben runter um zu fliegen. Es wird voller am Himmel. Bestimmt deutlich voller.
Da Sitz du morgens im Camper bei offener Tür und schlürfst genüsslich deinen Kaffee, plötzlich zieht „Rauch“ hinter dem Auto hervor …… besser schnell nachschauen, nicht das es irgendwo brennt! Uhhii – das ist Feuchtigkeit, die schon so früh am Morgen von der Sonne zum aufsteigen gebracht wird. Sieht schon recht spektakulär aus. Es dauert auch nicht lange und ich stehe nicht mehr alleine am Zaun, es zieht noch mehr Menschen an.
Hilft alles nicht, schnell fertig machen für die Abfahrt, die Schüler müssen zeitig am Berg sein, die Thermik wird schnell einsetzten und somit auch der Wind deutlich mehr werden am Startplatz und das sollte man dann den Profis überlassen.
Noch ist es oben auf dem Monte Valinis nicht ganz so voll. Hoffen wir mal, das der Berg heute nicht wegen Überfüllung geschlossen wird.
Sind perfekte Bedingungen oben. Alle schnell fertig machen und fliegen. Im Flug werden verschiedenste Manöver noch mal durchgeflogen. Es sind auch Rollen und Nicken dabei. Schaut aus der Ferne aber ganz gut aus. Weiter machen.
Als die Freiflieger oben ankommen, ist schon ein deutlich größeres Gewusel dort oben. Allerdings ist noch nicht so die Thermik da und somit wird noch etwas gewartet. Aber ganz so lange dauert es nicht und los geht die Reise am Hang entlang. Schon recht voll in der Luft.
Als die Schüler wieder oben sind, ist schon deutlich zuviel aktive Luftbewegung zu erkennen und auch auch der Wind hat gut zugelegt. Das wird vorerst nichts mehr, warten bis zum Nachmittag ist angesagt. Aber Hey – an so einem Tag macht Parawatching total Spaß, und spannend ist es dazu auch noch. Es ist schon interessant, was es nicht alles für verschiedenes Material gibt, egal ob oben, mitte oder unten am Piloten. Ganz nebenbei wird sich auch schnell der Aperol für den Abend verdient!! Wetten KANN ich Cheffe NICHT!! Man muss nur auf die richtigen Pferde am Start setzten, dann klappt das mit dem Getränk am Abend. Die Wette war: schafft der Pilot am Start es im ersten Versuch, oder nicht! Cheffe hatte die erste Wahl der Entscheidung und ich hab dagegen gehalten. Nach zwei Versuchen hat er aufgegeben – soviel Taschengeld bekommt er nicht, hat er gesagt. Aber wir hatten Spaß, schließlich musste die ganze Gruppe oben warten, da die Windbedingungen deutlich zu anspruchsvoll waren.
Am späteren Nachmittag hat der Wind aber wieder deutlich nachgelassen und es ging tatsächlich noch ein Durchgang für alle zu fliegen. Hach, was habe ich mich auf meinen Aperol am Landeplatz nach einem tollen Flug gefreut. Und was macht der Sven? Bestellt mal eben 3 auf einen Schlag! Druckbetankung, oder wie?!? Ich hoffe, ich komme heute noch unfallfrei in meinen Camper und nehmt mich ja mit zum Abendessen und lasst mich nicht hier! Aber, alles gut gegangen, ich kann auch morgen noch schreiben.
- Helden in Strumpfhosen, oder wie? … sowas würde ich noch nicht mal im Stall anziehen!

Freitag
Der Blick aus dem Camper heute Morgen lässt einen sehr schnell feststellen, wie voll das hier doch gestern geworden ist! Das war einem gar nicht so bewusst geworden gestern Abend im Dunkeln auf dem Weg ins Bett.
Wie die anderen Tage auch schon, geht es für die Schüler heute Morgen wieder recht früh auf den Berg. Oben angekommen wird auf jeden Fall noch ein Wetterbreefing gemacht und die Manöver für die Flüge durchgesprochen. Leitlinien-Acht soll es heute werden. Und schon mal versuchen, die Landeeinteilung selbstständig zu fliegen. Natürlich schaut die Cheffin von unten zu und ist im Notfall zur Stelle und auch am Funk zu hören.
Gesagt, getan – auspacken, fertig machen und ab durch den Ausgang. Alle kommen gut und zügig raus. Dann kommen auch schon gleich die Freiflieger oben an. Auch hier, Breefing und Besprechung der Tagesaufgabe. Toplanden wünscht sich der Chef heute von den erfahrenen Piloten.
Klappt sogar super gut und es muss sogar das eine oder andere Tränchen verdrückt werden! Was für eine Entwicklung hast du bitte in deinem Alter die letzten Jahre durchgemacht. Ich bin immer noch begeistert von dir. Leinenlecker – wir gönnen dir das so von Herzen. Mach einfach weiter so. Hoffentlich haben wir mit dir noch ganz viele Jahre gemeinsam Spaß am Hang.
Es kommen so ganz nebenbei auch tolle Flüge mit prima Airtime zusammen.
Für die Schüler heist es an diesem Vormittag noch einmal schnell hoch auf den Berg, es geht noch zu fliegen.
Im zweiten Durchgang werden natürlich wieder Manöver gemacht, muss geübt und trainiert werden, so oft es geht. Die Landungen gehen so, mal muss dann doch etwas weiter gelaufen werden, Punktnähe ist aber auch dabei. Ein schöner Vormittag war das.
Über Mittag machen wir dann eine gute Pause, doch recht thermisch da draußen. Zu anspruchsvoll! Nach dem Mittagsschlaf, am frühen Nachmittag geht es aber gleich wieder hoch auf den Berg. Wir dürfen doch die Chance zu fliegen nicht verpassen. Die Freiflieger starten zuerst, für die Schüler heißt es dann doch noch einen Moment warten.
Irgendwie richt es da draußen in der Luft nach Magic Meduno – es scheint überall zu steigen! Dich schon bald kommen Abschattungen rein und die Thermik ist nicht mehr ganz so stark. Auch die Schüler können dann starten. Da auf dem Weg zum Landeplatz doch gut Gegenwind ist, heißt die Order vom Cheffe – immer schön an der Hangkante entlang und die Antje nimmt euch dann am Landeplatz entgegen und lotst sie ich gut rein. Das hat sich auch wirklich prima gemacht. Super schöne Landungen waren dabei!
So gar eine super schöne und vorbildliche Parallellandung haben wir hingelegt. Ganz toll aufeinander geachtet und Rücksicht genommen. Es war mir eine Ehre, genau mit dir zu landen. Das haben wir gut gemacht.
Der Sven ist dann tatsächlich auch noch zum Fliegen gekommen. Die Cheffin wollte ihn sicher über Funk am Landeplatz einweisen. Wollte er NICHT und er hat kurzerhand die Funke ausgemacht. Das sollten wir uns mal erlauben?!? Niemals!
Ich habe lange überlegt, ob ich den Landevorgang hier beschreibe, aber ….. da gibt es nicht viel zu beschreiben ….. Punktlandung!
Die liebe Cheffin hat am Vormittag, wie jeden Tag, unser Abendessen organisiert. Wir probieren heute mal eine neue Location aus. Ich kann nur sagen, der Versuch hat sich gelohnt! Ich bin sicher, dort waren wir nicht zum letzten Mal. Echt lecker und preislich auch voll ok.
Und wieder neigt sich ein ganz toller Tag in Italien. Ich liebe es immer mehr und kann es nur jedem empfehlen!

Samstag
Auf dem Weg nach oben fragt der Chef das Wetter ab bei den Schülern. Naja, wir üben ja noch. Er macht das dann doch lieber selber. Seine Order für heute – einfach mal genießen!!
Wenn nur diese vielen Kurven hoch auf den Berg nicht wären. Aber da kann man mit dem Hinterteil schon mal aktiv fliegen und vor allem Gewichtsverlagerung üben. Und wenn man nicht aufpasst, gibt das Muskelkater!
Oben angekommen müssen sich wie immer alle schnell fertig machen! Bedingungen passen und es ist noch ruhige Luft draußen. Als alle Schüler in der Luft sind kommen auch gleich die Freiflieger oben an. Die warten noch ein klein wenig, die wollen doch Thermik und Toplanden wollen sie auch noch mal üben, mehr wie einmal.
Oh Mann! Wie warm das heute Vormittag schon ist. Wahnsinn – man kann gut am Hang ohne Jacke sitzen. Wie mag das dann erst am Landeplatz sein? Geht vermutlich nur im Schatten zum aushalten. Die Schüler kommen zügig wieder hoch und können dann auch gleich nochmal raus, passt noch, ist noch relativ ruhig.
Dann machen sich auch endlich die eigenständigen Flieger fertig und es geht los. Genießt auch ihr den letzten Tag! Habt einfach nur Spaß da draußen.
Und tatsächlich, die eine oder andere Einweisung zur Toplandung vom Chef ist über Funk zu hören. Prima, scheint ganz gut zu klappen. Und was für Starts wir gesehen haben, grandios!
Als die Schüler zum dritten Mal hochkommen, sind die Bedingungen deutlich zu stark. Zuviel Wind, nicht machbar. Dafür gibt es aber einiges zu beobachten, bei dem was am Hang los ist.
Die Mittagspause wird heute am Startplatz gemacht, wenn es nochmal geht, müssen wir parat sein.
Der Sven holt in dr Wartezeit der Flugschüler alle anderen vom Landeplatz ab, zumindest die, die nochmal fliegen möchten. Nicht jeder ist dabei, manch einer ist aber nach dieser grandiosen Woche auch satt vom fliegen.
Auf dem Weg nach oben kommen wir an der Eisdiele vorbei und da kann man nicht einfach so dran vorbei fahren! Das geht bei dem Wetter nicht, niemals! Aber erst muss das Eis alle sein, vorher dürfen wir nicht in sein neues Auto einsteigen. Der kann sich aber auch anstellen! Als wenn von uns schon jemals jemand gekleckert hätte.
Als wir dann endlich oben angekommen sind, sind die Bedingungen doch noch etwas zügig. Die Schüler berichten, das das schon die ganze Zeit so ist. Da gehen doch noch einige gute Böen durch. Als warten, das können wir, haben wir gelernt in der Woche. Dafür winkt aber bestimmt noch ein ganz toller Flug zum Abend hin.
Als die Böen etwas weniger werden, starten die Freiflieger und dann später auch tatsächlich noch einmal die Schüler. Was für ein toller Abschluss – es hätte fast nicht besser sein können. Was war das dann doch für eine Ausbeute. Und das Wetter erst!! Traumhaft ….. jeder Tag war fliegbar. MFC – hier geht es hoch!!
Und wieder einmal habe ich gemerkt, wie doch ein italienisches Herz in mir schlägt! Und ich komme garantiert wieder, MIT dem MFC …… ich mag einfach diese Gruppen ….. auch, wenn ich eh mache, was ich möchte!! Da kann mir mittlerweile der Cheffe nicht mehr „reinreden“ – und wenn mich der Aperol vom Landeplatz aus ruft, dann lasse ich mir den nicht entgehen! Auch nicht für eine Toplandung. Wenn man Durst hat, muss man was Trinken – fliegen!!
Ich bedanke mich natürlich wie immer an dieser Stelle, auch im Namen der ganzen Gruppe, für diese wieder traumhaft organisierte Woche. Ihr holt immer das Beste und das Maximum für uns Flugverrückten raus. Macht einfach noch ganz viele Jahre so weiter. Danke ♥️

