Slovenien April 2026

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Slovenien April 2026

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28. April 2026 · MFC Team

Sonntag

Mit dem Flieger Richtung Süden – mir sin dann ma weg … auch wenn das Gefährt ein anderes ist, bei dem Fahrer kommt es einem doch glatt so vor wie fliegen.

Mal wieder mindestens 10 Stunden im Auto sitzen, aber hoffentlich werden wir dann wettertechnisch belohnt?! Ich bin ja der Meinung, so langsam könnte ich mal mit einem Flugzeug darunter gebracht werden. Ich würde auch einen Hubschrauber nehmen – egal, Hauptsache fliegen.

Ganz ganz pünktlich geht es heute in Höxter vom Flugplatz los – 08.00 Uhr.

Das Wetter ist gut, nur frisch heute Morgen – 3 Grad.

Die erste kleine Pause wird bei Fulda gemacht. Der Cheffe hat Hunger auf Kümmelbrötchen und die Besten gibt es dort. Er kennt sich aus dort. Eben noch schnell getankt, dann kann die Reise auch schon weiter gehen.

Wir komme echt super durch, nicht viel los auf den Straßen. Gegen 15 Uhr haben wir München erreicht. Eine ganz kleine „Ehrenrunde“ haben wir dort gedreht, aber eigentlich nicht der Rede wert. Schnell abfahren, umdrehen und wieder drauf auf die Autobahn – weiter runter Richtung Süden, der Sonne entgegen. Im gelobten Land sollen in der kommenden Woche 24 Grad sein, sagt der Chef! Ich will mal für ihn hoffen, das das auch so kommt – gerne nehme ich aber auch mehr.

In Österreich hat das Thermometer dann 20 Grad – was für ein herrlicher Tag. Die Sonne strahlt vom Himmel, da kommt doch gleich Urlaubsfeeling auf.

Es ist schon ein toller Kontrast, wenn auf den ganz hohen Gipfeln noch der rein weiße Schnee leuchtet und auf den kleineren Hügeln davor das Gras so tiefgrün ist. Wie gemalt sieht das aus. Die Wälder rechts und links der Fahrbahn an den hängen haben ganz viele verschiedene Grüntöne zu bieten – man kann gar nicht den Blick davon losbekommen.

Beim letzten kurzen Toilettenstop kurz vor Villach zeigt das Thermometer dann doc tatsächlich 26,5 Grad an. Ist das kaputt?? Nein, es ist so schön draußen, so warm. Es ist jetzt 17.30 Uhr. Ich will einfach nur, das es diese Woche so bleibt, dann reicht mir das doch schon.

Dann geht es auch schon bald runter von der Autobahn – die letzten 70 Kilometer Querfeldein durch die Berge stehen an. Bergauf, bergab – Kurve an Kurve. Eigentlich eine ganz tolle Strecke für Motorräder.

Man kann das Gefühl gar nicht beschreiben, welches man hat, wenn du in Slowenien auf einer Straße fährst und neben dir reichen die Berge über 2000 Meter in die Höhe – majestätisch.

Dann taucht er plötzlich vor uns auf – der „Honighügel“ von Tolmin. Manch einer kennt jeden Meter von ihm aus der Luft. Schon oft seinen abendlichen Hangaufwind genutzt um den Flug zu verlängern.

Was für ein herrliches Wiedersehen mit alten Freunden, was ein tolles Abendessen, was ein herrlicher Abend hier in Tolmin bei Renata in der Pension Kobala! Auf eine Tolle Woche in Tolmin!

  • das hört sich an, wie eine Strafe: Wer nicht lieb ist, geht in die 7!! (Zimmernummer)

Langer Einflugtag

Montag

Dank der vielen Blogs die ich schreibe und natürlich auch immer mal wieder selber lese, um mir die Erinnerungen ins Gedächtnis zu holen – habe ich mich eigentlich schon gestern Abend auf den heutigen Morgen gefreut.

Auf der Terrasse sitzen, die Stille mit einem Kaffee genießen und einfach nur der Natur lauschen. Es dauert gar nicht lange und hey, da ist er wieder und begrüßt mich: der Kuckuck. Nun bin ich vollständig in Slowenien angekommen.

Nach dem ausgiebigen frühstücken geht es auch gleich mit einem Breefing an die Tagesplanung. Vorhergesagt war die Woche ja nicht so klasse mit der Flugausbeute. Sonne hatte ich ja reichlich bestellt – die lacht auch schon vom Himmel und genauso kann es bitte jeden Tag weiter gehen. Der Chef wäre nicht der Chef, wenn er nicht der Chef wäre – der findet immer etwas zum fliegen – fast egal wo – Hauptsache es fliegt. Als er uns aber die Windwerte der Stationen hier so rund um Tolmin präsentiert, wird die Stimmung schlagartig schlechter. Da ist was von einem 40iger Wind und mehr die Rede. Er ist aber der Meinung, es fliegt bestimmt ganz gut am Lijak – also, ab in die Autos und los geht es. Natürlich hat er wie immer recht. Schon von weitem ist zu erkennen, es sind Schirme dort am Himmel. Landeplatzbesprechung, Flyticket besorgen und ab geht es hoch zum Startplatz. Einige Böen gehen oben durch, aber wenn man gute Phasen abpasst, ist das super gut machbar und einem langen Tag in der Luft steht nichts entgegen. Zuerst dürfen natürlich die geübten Piloten raus – besser ist das. Der Rest wartet einfach noc etwas auf bessere Bedingungen, die da bestimmt auch kommen. Irgendwann am frühen Nachmittag sind alle sehr gut gestartet und die Teamleitung vom MFC ist glücklich.

Es geht dann aber auch noch ein zweites Mal hoch auf den Berg und da dürfen doch dann glatt Sven und Antje auch fliegen. Alle waren in der Luft, was will man mehr?? Strahlende Gesichter in der kompletten Gruppe. Das hätte vorher nicht wirklich jemand gedacht. Der Rekord an diesem Tag lag bei 4 Stunden und 2 Minuten Airtime am Stück – Glückwunsch. Es waren aber etliche lange Flüge dabei.

Zum Abendessen get es dann zurück zur Pension. Wir sitzen auf der Terrasse und lassen diesen perfekten Tag ausklingen. In der Videoanalyse vom Tag stellt sich dann doch heraus, die Verleihung des Dinos wird schwer! Es gab nicht wirklich besondere Vorkommnisse – bisschen stolz ist ja auch dabei. Aber halt stop – es findet sich noch ein/e Kandidat/in für den begehrten Preis. Um ehrlich zu sein, genau 5 Minuten vor der Verleihung. Alle sind im Gespräch und plötzlich rumpelt etwas im Hintergrund – ups, nichts passiert, es war nur das Knie. Ob das Glas der geschlossenen Terrassentür gesprungen ist, können wir erst morgen bei Tageslicht kontrollieren. Nicht nur die Aktion war lustig, sondern der gesamte Tag! Ausreichend gelacht und Spaß gehabt.

  • wir sind beim Gendern: „Es ist ja auch ein Bierhahn – und keine Bierhenne!“

  • für solche Momente hat der liebe Gott das alkoholfreie Bier erschaffen – nur blöd, das wir keines dabei haben. (Warten am Lijak auf bessere Flugbedingungen)

Kobala Strecke

Dienstag

Es scheint letzte Nacht ein paar Tropfen geregnet zu haben.

Schon vor dem frühstücken sitzen wir bei einem Kaffee lustig und entspannt auf der Terrasse. 4 Epsilon-Piloten unter sich.

Was machen wir denn heute? Wo gehen wird fliegen? Wird überhaupt geflogen? Unser Sven hat natürlich eine passende Antwort. Entweder wir bleiben am Kobala, oder wir fahren nochmal zum Lijak. Wir würden es heute gerne mal hier vor Ort probieren. Könnte am Nachmittag aber anfangen zu tröpfeln, müssen wir mal abwarten.

Gegen 10 Uhr ist dann alles in den Bussen verstaut und wir brechen auf.

Oben angekommen zeigt sich ganz schnell, die Böen sind zwischendurch doch etwas mehr. Wenn man eine gute Phase abpasst, geht es aber – meint der Chef. Wir besprechen für die Ersttäter am Kobala erstmal in Ruhe den Startplatz. Auch die verschiedenen Landeplätze werden von hier oben ausfindig gemacht und erläutert. Man muss bei der Strecke ja Anhaltspunkte haben. Nebenbei erwähnt: welch einen grandiosen und traumhaften Ausblick man von hier doch in alle Richtungen hat. Und auch die Sonne lacht wieder von oben. Mir würde es ja schon einfach reichen, auf der Wiese liegen zu bleiben und zu genießen. Geht super gut, verstehen aber die wenigsten 🙂

Ich verstehe schon, wir sind doch zum Fliegen hier und da soll ja schließlich auch niemand zu kurz kommen. Dafür sorgt schon der MFC. Die ersten erfahrenen Piloten machen sich fertig. Alle Anderen beobachten erst einmal in Ruhe die Situation und schauen sich das gekonnte Fliegen da draußen an. Scheint ganz gut zu gehen. Wir warten aber noch etwas darauf, das die Böen weniger und schwächer werden. Währenddessen soaren die Anderen gekonnt am Hang. Schaut sehr gut aus und der Chef ist voll zufrieden. Ein Pilot schafft es sogar, sich hoch bis zum Gipfelkreuz unweit darüber hinaus zu schrauben – Respekt, 1900 Meter sind schon eine Hausnummer. Mit der Luft unter dem Hintern kann man allemal angreifen und Richtung Kobarid aufbrechen.

Gegen Mittag machen sich dann auch die weniger geübten Piloten fertig, auch sie können fliegen gehen – Bedingung passen. Habt Spaß da draußen. Das lassen wir uns nicht zweimal sagen, wird erledigt. Und so wird geflogen, und geflogen und nochmal geflogen. Schön am Hang soaren, mal rechts, mal links, mal hoch, mal runter – Stundenlang scheint das hier heute zu gehen.

Irgendwann sind dann alle gelandet, bis auf einer. Der Cheffe fragt über Funke, ob denn überhaupt noch jemand fliegen möchte, bevor sie alle einsammeln. Aber na klar! Das wollen wir uns doch nicht nehmen lassen. Wir müssen uns dann allerdings beeilen, denn es soll laut Radar Regen geben.

Gesagt getan, alle Landeplätze anfahren, einladen und schnell wieder hoch. Apropos einladen: Antje war derweil mit einigen Leuten vom Hauptlandeplatz zum einkaufen im Ort. Da wir keine Zeit verlieren wollen, puzzlen die sich samt Packsäcken in das kleine Auto und brechen schon nach oben auf. Gerade auf dem Weg nach oben erfahren wir, das unser Höhenflieger auch gut gelandet ist, in Kobarid an der Tankstelle – er möchte heute aber nicht mehr fliegen und genehmigt sich schon ein wohlverdientes Landebier!

Als wir oben am Startplatz ankommen wird schnell klar, der Wind ist fast eingeschlafen. Das reicht nun nur noch für einen Vorwärtsstart mit einem abschließenden Abgleiter. Das ist uns egal, Hauptsache in der Luft, wenn auch nur kurz.

Zum Ausklang des Tages treffen wir uns alle am Camp Gabrije zu einem Kaltgetränk. Nach kurzer Zeit kommen auch die ersten Tropfen vom Himmel – alles richtig gemacht.

Abendessen gibt es heute wieder in der Pension. Sehr lecker.

Die Videoanalyse der Starts darf natürlich auch nicht fehlen. Der Dino für besonders gute Leistungen ist klar. Wenn man zum ersten Mal in Slowenien ist, zum ersten Mal vom Kobala startet, Zwischenzeitlich auf über 2000 Meter aufdreht und dann noch bis Kobarid fliegt, dann ist nicht nur die Teamleitung besonders stolz, dann hat man das Ding auch wirklich verdient. Glückwunsch!

Der Dino für besonders gute Leistungen ohne sich weh zu tun ist da schon echt schwieriger zu finden heute. Die Gruppe scheint doch ganz gut und fit zu sein, oder sie hören alle gut am Funk auf den Chef. Ich glaube ja beides wirkt hier ganz gut zusammen. Aber dann kommt ein Video: Hey – wer wollte denn da mit einem Bonbon starten? Das geht ja gar nicht. Aber schnell gesehen, Start abgebrochen. So ein Leinenüberwurf ist gar nicht gut! Da ist doch unser Dino – pass gut auf dich und auf ihn auf.

Es war ein sehr schöner Tag, alle sind glücklich und zufrieden – so soll es sein.

  • So Michael komm! – Schon scheisse, wenn man entbehrlich ist, oder?

  • manch einer wünscht sich das! Was? Arthrose in der Hüfte? Neee – von zwei Frauen gestreichelt zu werden. (Der Flugschulhund Rübe wird verwöhnt)

  • Ach komm!! Lieber ein Freund weniger, wie ein Spruch verpasst!

Day Off

Mittwoch

Beim wach werden heute Morgen hört man schon den Regen draußen prasseln.

Beim Breefing nach dem frühstücken wird auch schnell klar: heute fliegt es hier unten nirgends. Nicht in Slowenien und auch nicht in Italien. Also sind auch Meduno und Bassano raus. Wir kommen heute nicht in die Luft. Der Cheffe hat sich echt angestrengt und intensiv nach einem Flugfenster gesucht. Wenn er etwas gefunden hätte, wären wir garantiert dort hingefahren. Aber dem Regenband, was über uns liegt, ist auch er machtlos. Das wird heute leider echt nichts.

Einfach nur den Tag so rumgammeln und verstreichen lassen ist aber so gar nicht der Style des MFC. Schnell ist ein Plan zusammengestellt um den Tag sinnvoll zu nutzen. Wie wir ja schon aus vergangenen Erfahrungen wissen, werden solche Tage immer besonders. Besonders Spaßig, besonders witzig, besonders intensiv, sowas bleibt auch hängen.

Wir starten erstmal auf nach Nova Gorica. Geparkt wird dort am Europaplatz und zu Fuß geht es dann gut 1,5 Kilometer Richtung dem Multi Media Tunnel. Schon nach den ersten paar Metern stellt sich raus, die Gruppe wird sich reduzieren – EINER hat schon keine Lust mehr – hhhmmm, wer das wohl sein mag? Egal, mit Schwund muss gerechnet werden und, wer nicht will der hat schon! Nein – wir werden nicht verraten, wer hier der Spielverderber ist!

Nichts desto trotz ist es schön, auf italienischem Boden zu gehen und direkt zur linken ist die slowenische Seite.

Auch, wenn sich niemand hier auskennt, oder schon mal bei dem Tunnel war, dank „professioneller“ Hilfe finden wir ihn dann doch ohne Umwege. Im ersten Moment denkt man, das hätte ich mir ja total anders vorgestellt, das ist ja einfach nur ein Tunnel. Aber dann …….. eine spektakuläre LED Show beginnt. Man ist von dem Farbenspiel total beeindruckt! Es fasziniert und fesselt einen. Man fühlt sich total berauscht, auch ohne Tabletten, oder was es da sonst noch so gibt. Geradeauslaufen fällt sehr schwer, wenn man eine Zeit gestanden und zugesehen hat. Aber immer schön dran denken: bitte in der Mitte des Tunnels bleiben und nicht die Ränder betreten, sonst kommt die Security und du bekommst arg schimpfe!

Nach dem Tunnel braucht der Kopf erstmal Entspannung und neue Energie. Das gönnen wir uns dann in einen kleinem süßen italienischen Café bei Cappuccino und Eis. Sehr lecker. Irgendwann trudelt dann der Sven bei uns ein …….. ah, war das vielleicht der verlorene Sohn? Nein – er doch nicht! Er wollte doch nur das Auto für uns holen, damit wir nicht so viel laufen müssen. Dann glauben wir ihm mal seine kleine Ausrede!

Da wir noch auf einige Nachzügler warten müssen, die den Weg über den Tunnel gewählt haben, machen wir es uns im Auto gemütlich, zumindest drei aus der Gruppe – so ein Kofferraum bietet Platz und man sitzt im Trockenen. Und wenn man dann noch eine Blechbüchse in der Hand halten kann, dann ist das Leben fast perfekt.

Wir starten dann weiter und überfallen das Einkaufszentrum im Ort. Auch sehr lustig kann ich euch sagen. Ich wusste gar nicht, wieviele Gesichtsausdrücke man bieten kann, wenn man sich in einem Massagesessel behandeln läßt. Famos – sehr zur Nachahmung zu empfehlen. Geshoppt werden muss dort aber auch – nicht nur die Frauen sind auf Schnäppchenjagd, auch die Männer. Und so schleppen wir dann gut gefüllte Tüten mit nach Hause – es hat sich gelohnt.

Am Nachmittag folgt dann das Highlight des Tages, wir gehen Bowling spielen. Alle haben Lust drauf und so sind schnell die Teams gefunden. Natürlich wird sich angestachelt, gefoppt, geneckt, geärgert und angemacht, aber der Spaß steht eindeutig im Vordergrund. STRIKE!!

Wieder so ein Erlebnis, das über das Fliegen hinaus im Gedächtnis bleibt. Fotos sagen da aber mehr wie Worte.

Zum Abendessen ging es dann zurück nach Tolmin in die Pension. Bei einem sehr leckeren 4-Gang Menü wird dann einfach weiter geblödelt. Die Truppe passt aber auch gut dafür zusammen. Ihr seid klasse.

  • Wir haben da so ein Motto beim MFC: Sonne ist immer besser, wie Regen! …… Und wo ist da jetzt heute die Sonne?

  • Du hast jetzt zwei komische Worte gesagt: Natur und laufen!!

  • Was willst du denn eigentlich hier – das Pussi-Mobil fährt da vorne.

  • Wer das höchste Bier auf dem Tisch hat, ist nicht immer der Beste!!

  • Du – in jeder Farbe ist ein bisschen grün!! Die Ampel war gelb.

Pizza, Pasta und Magic Meduno

Donnerstag

Heute Morgen ist das Wolkengedöns mit Feuchtigkeit von oben zum Glück schon wieder weg. Blau ist die deutliche Farbe dort oben – gespickt mit etwas Gelb! Mein Wetterchen – wenn nun noch die Windgeschwindigkeit und Richtung stimmt, hat das einen Wohlfühlcharakter. Wenn es nicht stimmt, haben wir ja den MFC, der uns nicht nur sagt, wo es stimmt, sondern uns da auch wie selbstverständlich hinbringt!

Also – alle rein in die Autos und auf geht es nach Meduno. Zwei Stunden Fahrt liegen vor uns, aber wir wollen ja fliegen. Da der Chef seinen riesigen Schlitten in Kobarid noch tanken muss, nutzt die Chefin gleich die Gelegenheit, um mit den „Neulingen“ hier in Slowenien, den Landeplatz an der Tankstelle zu erklären – Teamwork nennt man sowas.

Während der Fahrt werden wir in unserem Bus von einer Lehrer*in über den damaligen Balkankrieg aufgeklärt – sehr interessant, so vergeht wenigstens die Zeit. Und die KI weiß doch sehr viel was vorgetragen werden kann.

Von weitem sehen wir schon aus dem Bus heraus, das in Meduno geflogen wird. Am Landeplatz angekommen wird dieser besprochen, schnell eine Flycard gekauft – der neue Landepunkt ausgelegt – und ab geht es zum Startplatz.

Hier oben ist der Wind doch ganz schön frisch, um nicht zu sagen kalt. Kurz die dortigen Piloten beim starten beobachten, bevor der Sven das o.k. gibt. Einer nach dem Anderen erscheint fertig zum Starten. Eine gute Phase abgepasst und los geht es, genießt Meduno! Schön am Hang soaren, Thermikkreise drehen evtl. Mal Toplanden üben, all das ist hier möglich. Nach der ersten Runde werden am Landeplatz erst einmal die vielen dreckigen Hosen miteinander verglichen. Welche hat bei der Landung mehr dreck abbekommen, wo sitzt der dreck tiefer!? Ist ja doch eine beachtliche Sammlung zustande gekommen. Wolltet ihr ein Battle daraus machen? Der insgeheime Streit um den Dino – jeder will ihn heute haben. Warum muss man sich bitte die Hose schmutzig machen, wenn man Füße zum Landen und laufen hat? Naja, sie schweigen lieber.

Es gibt an diesem Tag aber noch eine 2. Runde in Meduno. Allerdings müssen wir am Start jetzt doch einige Zeit länger warten, die Böen sind zwischendurch eindeutig zu stark für uns. Das ist genau der Moment, wo der Sven auch mal fliegen gehen darf, vorsichtshalber lässt er aber den Autoschlüssel da – man weiß ja nie! Wie wir gut beobachten können, hat er Spaß bei dem was er da draußen in der Luft tut. Nachdem er Topgelandet ist, geht es auch so ganz langsam für uns weiter. Fertig am Start warten, gute Phasen abwarten und starten. Alle entscheiden sich zu fliegen, denn Meduno gegen Abend ist etwas ganz besonders mit seinem eigenen Flair. So still, so weit, so unbeschreiblich. Auch die Chefin lässt es sich nicht nehmen, eine Runde über dem Monte Valinis zu drehen, um dann gekonnt wieder Toplanden zu gehen.

Am Landeplatz werden derweil fleißig die Landungen unserer Piloten gefilmt. Wie man sich denken kann, werden diese Videos mit reichlich lustigen Kommentaren unterlegt – Hach, was hatten wir einen Spaß! Eine sehr lustige Aktion. Eine super lustige Truppe. Und was soll ich euch sagen, in der zweiten Runde gab es fast nur Elfen-Landungen. Perfekt …… entweder haben wir alle super gut gelernt, es färbt ab, oder man strengt sich deutlich mehr an, wenn man muss – also nicht unter offizieller Beobachtung ist. Der eine sagt so, der andere so und so weiter.

Gegen 20 Uhr brechen wir dann in eine kleine gemütliche Pizzeria in der Nähe auf, Hunger haben wir ja nun reichlich. Diese Pizza dort ist aber auch wirklich genial, das mundet sehr. Es ist dann fast 22 Uhr als wir aufbrechen um uns auf den langen Rückweg nach Tolmin zu machen. Die Fahrt zieht sich garantiert. Für unsere Fahrer mit Sicherheit sehr anstrengend und kräftezehrend. Wie soll man sich denn da konzentrieren, wenn die Mehrheit im Bus vor sich hin schnarcht.

Und ich bin mir sehr sicher, wenn ich schreibe: ohne den MFC an unserer Seite wäre dieser grandiose und himmlische Tag mit fliegen nicht zu Stande gekommen.

Wir wissen das sehr zu schätzen! Ihr seid einfach das beste Team.

  • erzählen kann sie! Die holt durch den Hintern Luft!

Sportlich der Tag

Freitag

Heute Morgen sieht das Wetter hier im Tal wieder deutlich besser aus. Wir bleiben hier und gehen fliegen. Aber Obacht, das kann sportlich werden draussen.

Gegen 10 Uhr starten wir hoch auf den Kobala. Die Auffahrt ist doch viel ruhiger wie die anderen Tage, sind die Teilnehmer etwa mental schon durch, so gegen Ende der tolle Woche? Ich würde eher sagen, sie sind noch müde vom gestrigen Tag. Das war doch sehr lang und anstrengend.

Die Auffahrt kann gut nochmal zur Entspannung genutzt werden. Vielleicht ist noch ein kleines Powernapping drin – das tut gut.

Als wir oben ankommen starten schon die ersten Piloten raus, welche wir gut beobachten können. Heute kann man gut Höhe aufbauen um dann den Talsprung zu machen. Guter Streckenflugtag heute. Das nutzen natürlich auch einige Flieger aus unserer Gruppe. Starten um zu fliegen und fliegen und nochmal fliegen – am besten den ganzen Tag. Manch einer ist echt mutig da draußen um endlich den gewünschten Auftrieb zu bekommen. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt – aber immer schön vorsichtig und safe bleiben. Es kann auch helfen, wenn man 5 Stoßgebete zum Himmel schickt, alle seine Sünden während des Fluges ablegt und dann noch gleich beim lieben Gott persönlich anruft – dann kommt der Fahrstuhl nach oben garantiert – und so ist es auch gewesen. Ordentlich aufdrehen und dann auf Strecke gehen Richtung Stol.

Es geht sogar bei jemanden, der gleich mit einem Vogel auf gleicher Höhe in der Thermik kreist. Ein imposantes Bild.

Die Starts hier am Platz sehen eigentlich ganz gut aus. Dennoch wird schnell klar wer den Dino des Tages einheimst. Die Rolle vorwärts geht zum Glück ohne nennenswerte Verletzungen aus. Deutlich mehr anbremsen hätte den Hechtsprung verhindert. Wir werden das am Abend noch einmal genau im Video analysieren.

Zur zweiten Runde des Tages geht es dann zum Stol hoch. Wenn ich nur die Auffahrt schon hinter mir hätte. Der Cheffe sagt, der Weg ist ganz neu geteert, das ist nicht mehr so schlimm. Ich weiß ja nicht, aus welchem Dorf er kommt, aber bei uns sieht Teer anders aus. Das hier ist höchstens ein mittelmäßig geschotterter Feldweg.

Man muss da hoch schon Schussfest sein, ach nein, Schüttelfest heißt das! Den Blog schreiben kann ich leider während der Auffahrt nicht – ich treffe die Buchstaben nicht. So sehr ich mich auch anstrenge, es kommt kein vernünftiger Satz bei raus. Das sieht aus, als wenn ich slowenisch schreibe.

Oben angekommen muss ma noch ein kurzes Stück den Berg hoch. Man merkt bei den Piloten, das die Kraft nach so einer Woche doch etwas gelitten hat.

Wir warten aber erst noch ein wenig in der Sonne, oder genießen einfach diese traumhafte Aussicht – sagenhaft!

Wer mag darf auch gerne etwas mit dem Schirm im Wind am Boden spielen.

Es dauert aber auch nicht ganz so lange, bis der Chef das ok zum starten gibt. Wird dann auch ziemlich schnell umgesetzt und ab geht es in die Luft. Einige können auch noch einmal gut aufdrehen und sich halten. Andere möchten gerne einfach nur Richtung Kobarid zum Glasbiergeschäft.

Alles in allem mal wieder ein sehr gelungener und ergiebiger Tag – wenn man es denn möchte. Einer hat es ganz besonders gewollt: Start am Kobala, ab zum Stol, zurück zum Kobala und noch einmal bis nach Kobarid. Airtime waren 4 Stunden 20 Minuten. Glückwunsch, das Landebier hast du dir durch hartes arbeiten verdient.

Abschlusstag

Samstag

Auch heute wird das wieder ein toller Tag hier im Soca-Tal in Tolmin. Fliegen bis zum umfallen. Ein Großteil der Gruppe fällt aber schon ohne Fliegen fast um! Diese Ausbeute bisher war doch schon hervorragend, trotz der miserablen Wettervorhersagen für die 1. Mai-Woche. Der MFC hat mal wieder alles gegeben, glatte Eins mit Sternchen.

Heute Morgen sollen wir entscheiden, wo wir fliegen möchten. Zur Entscheidung stehen der Lijak, Stol oder Kobala. Wir sollen entscheiden? Erwartet er das ernsthaft von uns? Wir haben die volle Rundumbetreuung gebucht. Keiner will mehr wirklich weit fahren, von daher wird der Startplatz unserer Wahl der Kobala.

Alle Sachen ins Auto gepackt und ab geht es. Es gab heute vor dem Frühstück tatsächlich jemanden, der Hike & Fly macht. 2Stunden Aufstieg stehen ihm bevor. Er hat Freude daran und das ist wichtig. So kommt bei der Reise jeder auf seine Kosten. Fast kein Wunsch bleibt unberücksichtigt.

Oben angekommen lacht die Sonne. Einige Piloten starten schon, wir schauen uns das in Ruhe an. Aber noch ist nicht wirkliche Thermik da draußen. Warten wir halt noch etwas. Es kann auch entspannend sein, einfach in der Sonne zu liegen und Piloten beim starten zuzusehen. Sehr entspannend sogar. Man könnte auch gut und gerne erst ein Mittagsschläfchen hier oben machen.

Hier oben haben wir auf jeden Fall unseren Spaß. Schon erstaunlich, wie riesig so mancher Schirm komplett ausgelegt sein kann. Da ist nichts mehr mit normal reden, da muss man von Seite zu Seite laut rufen – um nicht zu sagen schreien. Wahnsinn.

Die ersten von uns entscheiden sich dann gegen Mittag raus zum stundenlangen fliegen zu gehen. Und wer absäuft, auch egal, der wird ja abgeholt und wieder hoch auf den Berg gebracht.

Gegen frühen Nachmittag melden die ersten: gut am Camp Gabrije angekommen – wir gehen dann bald zum gemütlichen Landebier über. Wir sind deutlich genug geflogen die Woche über. Kommt auch selten vor, das solche Funksprüche kommen, kann man doch sonst nicht genug von so einer Woche Urlaub bekommen. Aber ich kann das schon gut nachvollziehen, was haben die Jungs da oben in der Luft und am Hang meist stundenlang geackert und gearbeitet. Das kratzt auch deutlich an der Konzentration.

Diejenigen, die noch Bock auf Flügen haben werden wieder auf den Berg gefahren. Wir warten aber alle noch ein wenig mit starten, einmal noch diese wundervolle Aussicht über die Soca, das Tal und die Berge genießen. Es dauert wohl etwas länger, bis jeder einzelne von uns diesen Blick wieder mal hat.

Dann setzt sie ein: die Umkehrthermik – Mitten durchs Tal fliegen und es geht mit einem sanften Fahrstuhl nach oben. Ohne das man sich anstrengen muss, einfach nur fliegen und steigen. So schön! Schnell alle fertig machen, das hält nicht lange. Wer das erleben und erfahren möchte, muss sich beeilen! Alleine das vom Startplatz aus zu beobachten ist ein klasse Erlebnis.

Wir treffen uns danach alle am Camp, um diese grandiose Woche bei reichlich Lachfalten ausklingen zu lassen. Natürlich muss für die letzten gelandeten auch noch ein Landebier drin sein – wir warten doch gerne.

Zum Abendessen geht es dann zurück zur Pension – wie immer super lecker. Was ich so aufgeschnappt habe:

  • eine klasse Truppe!

  • Wir sollten uns im nächsten Jahr wieder alle hier treffen.

  • Selten so gelacht in meinem Leben!

  • Wer hätte gedacht, das das Wetter dann doch so gut wird? Urlaub lohnt sich immer, denn das Wetter wird am Hang gemacht.

  • Es gab überhaupt nichts zu bemängeln!

  • Ich werde auf jeden Fall wieder bei dieser Flugschule meine Reise buchen.

Ich schließe hiermit meinen Beitrag zu UNSERER gemeinsamen Slowenienreise und hoffe euch alle bald wiederzusehen, wenn es heißt: ……… MFC – ist voll o.k. ……..

Ganz lieben Dank an das Team des MFC für die grandiose Betreuung, den ehrlichen und hilfreichen Support. Für den Spaß, den man bei euren Flugreisen immer hat. Wenn jemand ein Flugfenster findet, dann garantiert ihr.

  • wenn schon Ziege, dann mit Wiese!

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