Slowenien Mai 2023

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Slowenien Mai 2023

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04. Mai 2023 · MFC Team

geschrieben von unserer Gastbloggerin Pia Flügge

Sonntag

Endlich Urlaub – endlich Slowenien! Pünktlich wie fast immer ist der Shuttlebus in Höxter gestartet.

Das Wetter für die bevorstehenden Tage war nicht so toll vorhergesagt, aber der MFC wäre nicht der MFC, wenn er nicht das BESTE daraus machen würde. Lasst euch einfach überraschen.

Autobahn war frei, also im Tiefflug Richtung Süden. Die Ankunft bei Renata war so früh, wie schon lange nicht mehr. Dort haben die Selbstfahrer schon auf uns gewartet. Kurzes kennenlernen, wobei sich viele bekannte Gesichter getroffen haben. Aber auch die „Frischlinge“ in Bezug auf Slowenien wurden wie immer herzlich aufgenommen. Bei einem guten Abendessen hat man sich tolle Erlebnisse und Geschichten über das Gleitschirmfliegen erzählt. Ein sehr anstrengender Tag ging zu Ende, obwohl wir ja gefühlt „nur“ gesessen haben.

Meduno wir kommen

Montag

Nach einem ausgiebigen Frühstück gleich das Breefing mit der Teamleitung. Bereits am ersten Tag macht uns die Bora einen Strich durch die Rechnung, absolut keinerlei fliegen in Slowenien. Was nun?! Meduno hat uns gelockt und verspricht einen Hauch der Hoffnung. Nicht lang rumgeschnackt, ab in die Autos und los geht es. 2 Stunden Autofahrt und siehe da, es fliegt dort tatsächlich. Schön, wenn ein Plan funktioniert. Nach kurzer Landeplatzbesprechung geht es auch gleich hoch auf den Berg. Oben am Startplatz dann doch etwas mehr Wind – egal, wird halt die MFC-Wurfmaschine angeschmissen. Der Cheffe macht das schon! Und wie er das macht! Traumhafte Flüge für alle sind zustande gekommen. Sogar erste Thermikerfahrungen konnten gesammelt werden und das direkt nach der Ausbildung. Wir sind stolz auf euch. Die gesammelte Airtime hat bei vielen ein breites Grinsen ins Gesicht gezaubert. Unsere bezaubernde Chefin Antje hat wie immer hervorragend dafür gesorgt, dass am Ende des Tages alle sicher und heile auf dem Landeplatz angekommen sind.

Ein Tag so ganz nach unserem Geschmack.

Soca Rafting

Dienstag

Absolut kein gutes Wetter und somit auch kein Fliegen. Die Bora macht uns erneut einen Strich durch die Rechnung. Egal! Wir lassen uns die Laune nicht verderben. Bleiben wir halt einfach mal am Boden, bzw im Boot.

Einige wenige der Gruppe haben sich entschlossen die Umgebung zu Fuß zu erkunden. Auch die Tolminer Schlucht mit dem Bärenfelsen ist absolut sehenswert. Andere waren mit dem Rad unterwegs um die nähere Umgebung zu erkunden.

Der Großteil der Gruppe ist aber freiwillig in der sehr kalten Soca Baden gegangen. Nur, weil der „Franke“ kein Wetter kann, müssen wir zum Rafting gehen! Machen wir einfach das Beste daraus und haben Spaß! Eines sei euch gewiss!! SPASS hatten wir – ausreichend! Muskelkater war vorprogrammiert, aber nicht vom Paddeln, sondern vom Lachen. Also rein in die „sexy“ Neopren-Anzüge und auf 2 Boote verteilt. Gute 8 km auf der Soca lagen vor uns, mal ruhig, mal wild, mal flach, mal tief. Auf halber Strecke kam von unserem Guide die Frage: „Wer möchte schwimmen gehen?“ Einmal kurz in die Runde und in entsetzte Gesichter geschaut. Viel zu kalt – keiner will. Doch dann…einer macht den Anfang und lässt sich reinfallen. Der Rest natürlich sofort hinterher …. Gruppenzwang halt.

Und ja, es war verdammt kalt! Keiner von uns hätte gedacht, bei diesen Temperaturen und im Regen freiwillig in den eisigen Fluss zu gehen und das mehrfach. Ein sehr schönes Erlebnis, über das wir garantiert auch später immer noch erzählen und gemeinsam lachen. Allein der Anblick gewisser Personen im Neopren- Anzug ist unbezahlbar! Bei der ganzen Aktion haben wir einen tollen Schlachtruf gefunden, der uns garantiert auf den zukünftigen Startplätzen dieser Reise begleiten wird: BARBARA – PAUSE!!

Flucht nach Bassano

Mittwoch

Auch dieser Tag scheint anfangs unter keinem guten Stern zu stehen. Kalt, Regen und Bora, was auch sonst. Wäre ja auch zu schön gewesen, wir hätten endlich mal hier vor Ort fliegen können. Was bleibt uns dann? Meduno? Nein – dort regnet es leider auch. In Bassano könnte vielleicht was gehen?! Ein kleiner Lichtblick für alle Teilnehmer. Etwas über 3 Stunden Autofahrt macht man jedoch auch nicht mal einfach so. Aber wir möchten doch fliegen … Bitte!!!

Na gut, bevor sich Antje und Sven schlagen lassen, alle rein ins Auto und ab geht die Post, auf nach Bassano. Schon von weitem konnten wir die Schirme am Himmel sehen und die lange Fahrt dahin war schnell vergessen oder sagen wir besser verdrängt. Denn, dass es nach unserer sehnlichst herbeigewünschten Airtime auch wieder zurück nach Slowenien muss, daran konnte…nein, daran wollte noch keiner denken.

Die Flycards wurden schon während der Autofahrt gebucht, damit ja nicht noch mehr Zeit verloren geht, die Anreise hat ja schließlich lange genug gedauert. Kurze Besprechung der Landeplätze und dann ging es auch schon hoch zum Oststartplatz. Alles gut hier oben, auspacken – fertig machen – FLIEGEN.

So sind an diesem Tag doch noch drei wunderschöne Flüge zustande gekommen, wer hätte das gedacht?! Ja gut, für manch einen hat es nur zu einem Flug gereicht, aber die waren ja auch selber schuld! Was bleiben die solange in der Luft und gehen nicht landen zwischendurch. Natürlich hatten die aber auch ein breites Grinsen im Gesicht, denn alles in allem ist auch an diesem Tag eine grandiose Airtime zusammen gekommen. Der „Dino“ des Tages (Wanderpokal für besondere Leistungen, OHNE sich ernsthaft zu verletzen) ging an diesem Tag übrigens an einen Piloten, der leider etwas zu nah am Hang geflogen ist. Schwups wurde er von den Bäumen „angegriffen“, sodass er doch glatt dort landen musste. Zum Glück ist alles gut gegangen und er stand sicher am Boden, nur der Schirm hatte sich etwas über die Büsche gelegt. Ergebnis: ein paar Schürfwunden und viel schweißtreibende Arbeit um den Schirm aus den Büschen zu bekommen.

Da wir schon mal in Bassano sind, müssen wir natürlich auch gleich hier noch lecker zu Abendessen, bevor wir die lange Heimreise antreten.

An dieser Stelle sei explizit erwähnt: Unser besonderer Dank der gesamten Gruppe geht an Chefin und Cheffe, dass sie uns diesen grandiosen Tag ermöglicht haben. Das ist definitiv NICHT selbstverständlich!!! Ebenfalls an Sebastian und Sven, die sich ohne zu zögern angeboten haben, beide Strecken zu fahren. Ihr seid die besten – DANKE!

Take Off Kobala

Donnerstag

Endlich am Hausberg, dem Kobala fliegen, auf zu tollen Streckenabenteuern. Nach dem Frühstück gleich los und ab zur Landeplatzbesprechung. Erforderliche Einweisung erhalten, nun noch schnell das Flyticket gezogen und hoch auf den Berg. Die besten Routen wurden schon gedanklich im Kopf durchgegangen und manch einer hat sich schon in Kobarid landen sehen. Wir wollen doch nur fliegen und das endlich mal im gelobten Land. Halt Stop! Halt Stop! Halt Stop! Schon nach wenigen Meter ein Schild: Straße gesperrt – nix Kobala. Moment! Doch Kobala, denn die Shuttle durften passieren. Puh, zum Glück. Oben angekommen wurde noch kurz besprochen, wo die besten Thermiken sind und auf was zu achten ist. Alle fertig machen, denn der Oststartplatz bietet sehr gute Bedingungen. Gesagt getan! Rein in die Thermik, reichlich Höhe aufbauen und ab bis Camp Gabrje oder zur Tankstelle in Kobarid. Funkspruch zum frühen Abend vom Chef: „Treffpunkt „Glasbiergeschäft“, aber Strecke geht vor!“ Auch dieser Tag wurde mit 2 ganz tollen Flügen vom „Hausberg“ belohnt. Und wenn dann noch so wie heute den ganzen Tag die Sonne scheint, dann ist das wirklich Urlaub und Erholung. Da hat das Landebier am Campingplatz direkt an der Soca besonders gut geschmeckt. Dino für heute: Chef persönlich …. Rückwärtsaufziehen kann er, aber Rückwärtsfahren muss definitiv geübt werden. ( Teile vom Textauszug wurden vom Cheffe zensiert 😉

Stol vom Feinsten

Freitag

Heute ist wieder ein super toller sonniger Tag. Schon der frühe Morgen, beim Schreiben dieser Zeilen – einfach ein Traum, den man mal erlebt haben muss! Eingebettet in ein Tal mit hohen Bergen, wird das Dorf von der Sonne geweckt.

Das Breefing nach den Frühstück ist auch sehr vielversprechend für den Tag. Es stehen uns heute mehrere Optionen zur Verfügung. Die Gruppe entscheidet sich dafür zunächst auf den Kobala zu fahren um dort einmal zu fliegen und später soll es dann noch hoch auf den 1600m hohen Sol gehen. Wir sind sehr gespannt.

Doch zumächst rauf auf den Kobala. Heute kommt der Wind von Westen, also der gegenüberliegende Startplatz. Bedingungen sind auch vor Ort gut, also ab dafür und durch die Mitte! Schließlich wollen wir ja nur fliegen ….. hmm, aber irgendwie will sich niemand so recht fertig machen. Warum auch, man kann auch einfach erstmal gemeinsam diese wundervolle Aussicht genießen, die für Berg bietet. Manchmal muss man Parawaiting auch erzwingen um sich an den schönen Dingen des Lebens zu erfreuen. Das muss man mal gesehen haben! Irgendwann siegte dann aber doch die Flug-Sehnsucht, einfach nur Luft unter dem Hintern spüren. Fertig machen, starten und raus. Thermik suchen, aufdrehen und ab geht die Reise. Perfekt!

Am Nachmittag alle wieder eingesammelt und ab zur Königsdisziplin – rauf auf den Stol. Oh lieber Gott, allein die Auffahrt ein Abenteuer. Große Steine auf der linken Seite können echt beruhigend sein, besonders dann, wenn es direkt neben dem Auto steil bergab geht. Aber auch das haben Antje und Sven mit Bravour gemeistert. Alle heile oben angekommen. Aber immer langsam, erstmal ist eh Parawaiting angesagt, viel zu viel Wind. Aber hier oben lässt es sich in der Sonne gerne warten. Gehen frühen Abend hat der Wind dann endlich nachgelassen – alle fertig machen und raus! Der Stol war komplett in MFC-Hand. Gute Thermik für alle. Was für ein schönes Gefühl für den Chef. Alle seine Schützlinge soaren am Hang. Und sogar Antje und Sven durften ihren Flug machen. Grinsen in fast allen Gesichtern. Ein perfekter Tag neigt sich dem Ende. So und nicht anders soll es sein.

The last Day in Paradise

Samstag

Heute stehen uns auch wieder mehrere Optionen zur Verfügung. Wir pendeln Meinungstechnisch zwischen Kobala und Lijak hin und her. Hhmmm, schwierige Entscheidung. Den Hausberg kennen wir ja schon. Verständlich, das einige auch noch mal ein anderes Fluggebiet sehen und erleben möchten. Somit steht die Entscheidung schnell fest. Ab in die Busse und auf zum Lijak nach Nova Gorica. Kein Weg wird von der Leitung der Flugschule gescheut um uns Vielseitigkeit zu bieten. Und wir als flugbegeisterte Urlauber nehmen natürlich alles dankend mit was uns geboten wird. Man kann es immer nur wieder betonen, sowas ist nicht selbstverständlich!

Klar war das ein Pokerspiel, denn für den Lijak braucht es Sonne, sonst kommt das Seewindsystem dort nicht in Gang und alle bleiben am Boden. Das braucht es aber um am Lijak fliegen zu können. Wir lassen uns einfach mal überraschen, bisher hatte der Chef ja immer recht.

Einmal noch kurz am Landeplatz vorbei geschaut und dann sofort ab nach oben! Je länger wir warten, desto schwieriger werden die Startbedingungen dort. Eben die Startplatzbesprechung und dann heißt es auch für die ersten schon fertig machen.

Kommando Pimperle – auf gehts!!!

Zwei Starts mit längeren Flügen (Alter Streber – fühlt euch ruhig angesprochen) waren auf jeden Fall möglich. Schönes soaren am Hang hat uns den letzten Tag doch sehr versüßt.

Da es doch recht voll zuging am Lijak, war es auch super schön und entspannend einfach nur am Startplatz zu sitzen und die anderen Piloten und ihre Starts zu beobachten – auch daraus kann man sehr viel lernen und für sich mitnehmen, egal ob gut oder schlecht. Und Spaß innerhalb der Gruppe bringt es auch noch.

Der letzte Flug am späteren Nachmittag hat definitiv einen tollen Schlusspunkt aus fliegerischer Sicht gesetzt!!! Das gemeinsame Landebier hat doppelt gut geschmeckt und war wohlverdient.

Was noch besondere Beachtung finden sollte, ist die abendliche Videoanalyse des Tages. Dort werden die Stärken und Schwächen der einzelnen Piloten aufgezeigt. Dadurch hat man die Chance, zukünftig an sich zu arbeiten und sich weiterzuentwickeln, sofern man denn möchte.

MFC ist – SPITZE!!

(Ääähhhh, war das so richtig?)

WAR DAS NE GEILE WOCHE ♥️♥️♥️

ENDE …… (leider 😢)

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